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Sexualaufklärer Oswalt Kolle mit 81 Jahren gestorben

Sexualaufklärer Oswalt Kolle mit 81 Jahren gestorben

Er wurde berühmt als „Aufklärer der Nation“. Jetzt ist der Journalist, Sachbuch- und Filmautor Oswalt Kolle in seiner Wahlheimatstadt Amsterdam gestorben. „Oswalt ist am 24. September eingeschlafen“, sagte eine Sprecherin der Familie am Freitag in der niederländischen Metropole.

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Sexualaufklärer Oswalt Kolle.

Quelle: dpa

Amsterdam. „Wir haben heute sein erfülltes Leben in einer Trauerfeier im Kreise der Familie gewürdigt.“

Kolle, der am 2. Oktober 82 Jahre alt geworden wäre, war in den 60er Jahren in der Bundesrepublik der bekannteste Vorkämpfer der sexuellen Aufklärung. Millionen Menschen sahen seine Filme und lasen seine Artikel, die zugleich von Kirchenkreisen und konservativen Politikern immer wieder angegriffen wurden.

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Amsterdam. Er wurde berühmt als „Aufklärer der Nation“. Jetzt ist der Journalist, Sachbuch- und Filmautor Oswalt Kolle im Alter von 81 Jahren in seiner Wahlheimatstadt Amsterdam gestorben. „Oswalt ist am 24. September eingeschlafen“, sagte eine Sprecherin der Familie. „Wir haben heute sein erfülltes Leben in einer Trauerfeier im Kreise der Familie gewürdigt.“

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Der Sex-Publizist avancierte mit seinen Aufklärungsserien zu einer Symbolfigur der sexuellen Revolution. Auch in der DDR war er durchaus bekannt. Doch im dpa-Gespräch zu seinem 80. Geburtstag sagte er:

„Drüben waren sie in vielerlei Hinsicht weiter, die hatten ihre eigenen prima Aufklärer. Und die Anti-Baby-Pille hieß dort Familienplanungspille. Das fand ich immer viel besser.“

Berühmt wurde Kolle anfangs vor allem mit seinen Büchern „Dein Mann, das unbekannte Wesen“ und „Deine Frau, das unbekannte Wesen“ (1967). Sie machten ihn zum Sexualpionier in einer immer noch stark von kirchlicher Moral geprägten Gesellschaft. 1970 hatten die Filmversionen der Bücher Kinopremiere. Danach stiegen der Rummel um seine Person und auch Anfeindungen so stark an, dass er sich lieber ins damals weit liberalere und tolerante Holland zurückzog.

Später wurde er auch niederländischer Staatsbürger. „Das habe ich nie bereut“, sagte er der dpa 2008 in einem Gespräch. „Allerdings ist Deutschland heute längst genauso frei und tolerant wie meine Wahlheimat.“

dpa

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