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Slawische Hausmusik bei der Notenspur

Musikstadt Leipzig Slawische Hausmusik bei der Notenspur

Der Wohnung in Reudnitz sieht man an, dass hier Künstler wohnen. Viele eigene Werke hängen an den Wänden. "30 Leute bekommen wir hinein", sagt Henrietta Meyer.

Bartlomiej Kiszka (rechts) beteiligt sich mit befreundeten Musikern an der "Nacht der Hausmusik".

Quelle: André Kempner

Leipzig. Gemeinsam mit ihrem Mann Bartlomiej Kiszka gehört sie zu jenen Leipzigern, die ihre Räume für die "Notenspur-Nacht der Hausmusik" am 21. November öffnen. Das Besondere: Es handelt sich um eine polnisch-deutsche Familie mit vier Kindern, die zweisprachig aufwachsen und auch Instrumente spielen.

"Die Idee, die Hausmusik in der Musikstadt Leipzig wieder aufleben zu lassen, fasziniert uns sehr, denn Musik verbindet Menschen verschiedener Kulturen und schafft eine Atmosphäre der Gemeinsamkeit", sagt Meyer. Gemeinsam mit Musikern aus Russland, der Ukraine, Polen und Deutschland wollen sie ein besonderes Konzert geben und legen dabei den Schwerpunkt auf slawische Klassik, Romantik und Folklore.

Klar, dass dabei auch Musik aus Leipzigs Partnerstadt Krakau zu hören sein wird. So eröffnet den Abend ein Trompeter mit dem Signal "Heijnal", bekannt vom Krakauer Turm-Trompeter. Ein wenig erprobt sind die Musiker schon - sie gehören zu den Akteuren der Slawischen Nacht im Leipziger Osten, die regelmäßig in den "Four Rooms" am Täubchenweg stattfindet.

"Darüber hinaus wollen wir im Flur und in der Wohnung Bilder zeigen", sagt Kiszka. Der Maler hat ein Atelier im Keller. Er und seine Frau gehören dem Klub Polski an, einer losen Vereinigung in Leipzig lebender Polen, die 2008 mit der Ausrichtung der Slawischen Nächte begann.

Am 21. November öffnen sich private Räume, um Musik über den eigenen Freundeskreis hinaus gemeinsam zu praktizieren und zu erleben. "Mich freut es sehr, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen die Notenspur-Nacht mit Hausmusik gestalten wollen. Das zeigt doch deutlich: Musik zieht keine Grenzen und verbindet die Kulturen", sagt Werner Schneider, Vorsitzender des Notenspur-Fördervereins. Mittlerweile liegen 50 Anmeldungen vor.

"35 Orte haben wir schon, verteilt über die Stadt. Also nicht nur im Zentrum, sondern beispielsweise auch in Holzhausen oder Rückmarsdorf", so Schneider. Darüber hinaus haben Musiker, die keine geeignete Wohnung haben, ihr Interesse bekundet. Die Sommerpause soll nun genutzt werden, Wohnungen und Musiker in einer Art Vermittlungsbörse zusammenzubringen. Komplettangebote, also Wohnungen einschließlich Musiker, können auch über den 31. Juli hinaus angemeldet werden. "Schön wäre es, mindestens 50 Orte zu gewinnen - aber das schaffen wir", ist Schneider optimistisch.

Erfreulich ist auch die musikalische Bandbreite. Neben klassischer Hausmusik und A-capella-Musik gibt es Jazz, Folk, Salonmusik und Chansons. "Unser Programm kann erweitert werden, bis November ist noch viel Zeit. Vielleicht können wir noch viele Musiker begeistern", so Kiszka. Gäste können sich ab 1. Oktober 2015 anmelden. Sie werden vermittelt, damit die Stühle reichen.

www.notenspur-leipzig.de/hausmusik

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2015

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