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Stadtgeschichtliches Museum: Anonymer Spender übergibt Mendelssohn-Originale

Stadtgeschichtliches Museum: Anonymer Spender übergibt Mendelssohn-Originale

"Ein großer Glücksfall" erfreut die Mitarbeiter des Stadtgeschichtlichen Museums: "Ein anonymer Spender hat uns ein historisches Schriftstück mit der originalen Unterschrift des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy geschenkt", teilte Sprecherin Christine Becker mit.

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Die Originalunterschrift von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

"Es handelt sich um ein undatiertes Dokument, das die Auszahlung von insge- samt 25 Silbergroschen an zwei Musiker belegt, die vom Gewandhauskapellmeister mit dem Sichtvermerk: ,vidi Felix Mendelssohn B.' bestätigt wird."

Der Spender, der ungenannt bleiben will, habe dem Museum nicht das erste Mal ein wertvolles Mendelssohn-Geschenk gemacht. "Bereits vor einiger Zeit hat er uns sieben Bände aus der Privatbibliothek des Komponisten übergeben", so Becker. Es handele sich dabei um "Des Aristophanes Werke 1-3", übersetzt von Gustav Droysen, sowie "Homers Werke 1-4" in einer Ausgabe von 1814, die alle mit einem handschriftlichem Besitzvermerk Felix Mendelssohn Bartholdys versehen seien. Außerdem habe der Mäzen dem Stadtgeschichtsmuseum einen bislang wohl unveröffentlichten Brief des Komponisten an den Leipziger Juristen und Ratsherren Heinrich Dörrien überlassen. Dieser ist auf den 12. März 1847 datiert, stamme also aus Mendelssohns Todesjahr. "In dem Brief geht es um fünf Thaler, die Dörrien dem Komponisten offenbar geschickt hatte, um für den schwer erkrankten Instrumentalisten Weissenborn eine Vertretung zu bezahlen. Da sich der Gewandhauskapellmeister darum bereits gekümmert hatte, weist er das Geld zurück. Er kündigt gleichzeitig ein Schreiben an die Mitglieder der Konzertdirektion an, in dem er zu einer Sammelaktion für den erkrankten Musiker aufrufen wird", schilderte Becker.

Der materielle Wert dieser Originale lasse sich mit über 10 000 Euro beziffern. Ihr eigentlicher Wert liege jedoch jenseits des Materiellen: "Diese wunderbaren Exponate erzählen ein Stück Leipziger Musikgeschichte. Sie werten unsere umfangreiche Mendelssohn-Sammlung weiter auf", betonte Museumschef Volker Rodekamp. Und die Kuratorin der Musikgeschichtlichen Sammlung, Kerstin Sieblist, sagte begeistert: "Aus den Schriftstücken spricht der Mensch Mendelssohn zu uns. Sie bestätigen einmal mehr, dass er sich in seiner Funktion als Gewandhauskapellmeister bis zuletzt um die sozialen Belange und finanziellen Nöte seiner Musiker gekümmert hat."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2013

Angelika Raulien

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