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Star-Dirigent Daniel Barenboim erhält Dresden-Preis 2011

Star-Dirigent Daniel Barenboim erhält Dresden-Preis 2011

Der Dresden-Preis 2011 geht an den argentinischen Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim für den Aufbau des West-Eastern Divan Orchestra. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker hält bei der Preisverleihung am 13. Februar in der Semperoper die Laudatio, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

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Der Preisträger Daniel Barenboim.

Quelle: dpa

Dresden. Der 2010 ins Leben gerufene Preis wird jährlich vom gemeinnützigen Verein Friends of Dresden Deutschland verliehen.

Der Medizin-Nobelpreisträger Günther Blobel, Präsident der Friends of Dresden New York und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Friends of Dresden Deutschland, begründet die Preisvergabe an Barenboim damit, dass der Dirigent junge Menschen durch Musik zusammenführe. Damit gebe er den Jugendlichen aus dem Nahen Osten und Europa die Möglichkeit, den anderen kennenzulernen und vielleicht besser zu verstehen.„Der Dresden-Preis verleiht dem Erinnern die notwendige Zukunftsperspektive, zudem er herausragendes Engagement für Völkerverständigung, Integration, und friedliches Zusammenleben auszeichnet. Daniel Barenboim hat gezeigt, dass Musik mehr ist als idealisiertes Medium: ein konkreter Weg zur Überwindung scheinbar genuiner Feindseligkeit", so Ulrike Hessler, Intendantin der Semperoper.Das West-Eastern Divan Orchestra wurde 1999 von Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. In der multikulturellen Formation spielen - unabhängig ihrer Konfession - Ägypter, Syrer, Libanesen, Jordanier, Palästinenser, Israelis und Spanier. Barenboim nutzt die Musik, um einen gemeinsamen Ausgangspunkt und eine universelle Sprache jenseits der gesprochenen zu finden. Vorurteile und Missverstände sollen dabei ausgeblendet, beziehungsweise vermieden werden. Das Projekt wurde 2006 in dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Knowledge is the Beginning" festgehalten.Der Dresden-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg gestiftet. Mit ihm werden außergewöhnliche Leistungen herausragender Persönlichkeiten, die bei Konflikten zwischen Staaten und Ethnien vermitteln und helfen, Eskalationen zu verhindern, geehrt. Die Auszeichnung soll andere dazu ermutigen, es ihnen gleich zu tun, so Blobel. Zudem diene die Auszeichnung als Erinnerung an die Zerstörung Dresdens und der Bewältigung des daraus hervorgegangenen Traumas. Erster Preisträger im Jahr 2010 war der Friedensnobelpreisträger und ehemalige russische Präsident Michail Gorbatschow.

Sandra Wolf

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