Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Starker Auftakt: Clooneys Politdrama eröffnet Filmfest Venedig

Starker Auftakt: Clooneys Politdrama eröffnet Filmfest Venedig

Er flirtete, scherzte und strahlte gut gelaunt in die Kameras: Hollywoodstar George Clooney hat sich am Mittwoch beim Filmfestival Venedig feiern lassen. Braun gebrannt und im grauen Anzug präsentierte der 50-Jährige seinen Film „The Ides of March“, der am Abend die 68. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt eröffnen sollte.

Voriger Artikel
„Messen, Mode, Mangelwirtschaft“ – Video-Bustour ins Leipzig der 50er bis 80er Jahre
Nächster Artikel
Moral, Schuld und Gerechtigkeit - Ferdinand von Schirach legt seinen ersten Roman vor

George Clooney eröffnet mit seinem Film «The Ides of March» das Filmfestival in Venedig.

Quelle: dpa

Venedig. Zur Gala zur Eröffnung schritt Clooney ohne weibliche Begleitung, seinen jubelnden Fans gab er minutenlang Autogramme. Auch Diane Kruger, in ein goldcremefarbenes Abendkleid gehüllt, und Cindy Crawford in Rot zückten den Stift für die Wartenden.

Nicht nur Oscar-Preisträger Clooney selbst entzückte die Festivalgänger, auch sein Film überzeugte als clever erzähltes Politdrama, das dem Festival einen äußerst gelungenen Auftakt bescherte. Dort gehört „The Ides of March“ zu den 23 Beiträgen, die bis zum 10. September um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, konkurrieren.

dpad9afc32f771314794705.jpg

Venedig. Er flirtete, scherzte und strahlte gut gelaunt in die Kameras: Hollywoodstar George Clooney hat sich am Mittwoch beim Filmfestival Venedig feiern lassen. Braun gebrannt und im grauen Anzug präsentierte der 50-Jährige seinen Film „The Ides of March“, der am Abend die 68. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt eröffnen sollte.

Zur Bildergalerie

Venedig-Stammgast Clooney eröffnete zwar zum ersten Mal das Filmfestival - nervös schien er aber nicht zu sein. Im Gegenteil, er spielte wie gewohnt mit den Medien. Was er lieber möge, lautete eine Frage bei der Pressekonferenz: Regie zu führen oder zu schauspielern? „Ich mag es, unter meiner eigenen Regie zu spielen“, so Clooneys prompte Antwort. „Wenn ich sagen kann „Du warst richtig klasse, George!““. Und ob seine Filme auch immer etwas persönlich seien, wollte ein anderer Journalist wissen. „Ich habe Jahre lang in Las Vegas gezockt und getrunken!“, scherzte Clooney - natürlich nur, um sich auf die Rolle des Danny Ocean aus dem Gangsterfilm „Ocean’s Eleven“ vorzubereiten.

Der Ton seiner vierten Regiearbeit „The Ides of March“ war dagegen deutlich ernster. Der Film ist ein intelligentes Politdrama, das zur Zeit der Vorwahlen für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten spielt. Clooney verkörpert Mike Morris, einen durch und durch liberalen Demokraten, der für Abtreibung und die Ehe Homosexueller ist. Ein sympathischer Politiker, volksnah, schlagfertig und charmant. Doch seine Chancen auf einen Sieg verschlechtern sich - das Lager seines schärfsten Konkurrenten greift zu radikaleren Maßnahmen als Morris das selber tun möchte.

Regisseur Clooney belässt es aber nicht bei einem politischen Schlagabtausch. Angelehnt an den Untergang von Julius Cäsar sind auch hier die titelgebenden „Iden des März“ ein Synonym für bevorstehendes Unheil. Der 50-jährige Clooney schaut hinter die Kulissen einer Partei, zeigt Grabenkämpfe, Intrigen, Affären und Lügen.

Der Film ist mit Stars wie Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti und Marisa Tomei prominent besetzt, doch es ist vor allem Ryan Gosling, der überzeugt. Der 30-Jährige, der im Kino derzeit in „Crazy, Stupid, Love“ den Frauenverführer gibt, spielt einen der wichtigsten Mitarbeiter von Mike Morris, von dessen Idealen er überzeugt ist. Doch dann macht er einen Fehler, und das Leben des jungen, aufstrebenden Strippenziehers gerät aus den Fugen. Der Idealist muss um seinen Ruf kämpfen und merkt, dass er dafür nicht nur nett sein kann. Die Politik spielt bald keine große Rolle mehr. Stattdessen werden erbitterte Machtkämpfe ausgetragen, Moralvorstellungen kalt zur Seite geschoben.

Eigentlich habe er schon vor einigen Jahren mit den Vorbereitungen zu „The Ides of March“ beginnen wollen, erzählte Clooney. Doch dann wurde Barack Obama zum Präsidenten der USA gewählt. „Plötzlich schien es ein schlechter Zeitpunkt für einen zynischen Film über Politik zu sein.“ Ein Jahr später habe es aber schon wieder ganz anders ausgesehen. „Da ist zwar ein Mann im Amt, der cleverer und netter ist und mehr Mitgefühl hat als die meisten Menschen, aber er hat einen fast unmöglichen Job.“ Für den Schauspieler und Regisseur steht daher fest: „Für das Amt des Präsidenten will ich mich nicht bewerben.“

Aliki Nassoufis, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Der Leipziger Opernball „Moskauer Nächte“ lädt am 4. November aufs Parkett. Hier finden Sie Infos und Fotos zum Event. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

"Stasi – Macht und Banalität": Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" gibt Einblicke in den SED-Überwachungsstaat. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr