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Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen: Neue Dauerausstellung ab Oktober

Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen: Neue Dauerausstellung ab Oktober

Im früheren zentralen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen wird am 4. Oktober eine neue Dauerausstellung eröffnet. Die Schau mit fast 500 Exponaten in der heutigen Gedenkstätte zeige Erfahrungen der politischen Häftlinge ebenso wie die Geschichte des Unterdrückungsortes, sagte Gedenkstätten-Leiter Hubertus Knabe.

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Quelle: dpa

Berlin. Auch die Welt der Täter werde in einem separaten Kapitel beleuchtet. Zur Eröffnung werden Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sowie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erwartet.

Für die Ausstellung wurde das Gebäude der Stasi-Gefängnisleitung umgebaut. Die Direktoren-Räume mit gemusterter Tapete, Telefonanlage und dunklen Schränken wurden originalgetreu hergerichtet.

Neu entstanden bereits bei laufendem Betrieb ein Besucherzentrum mit Buchshop und Café sowie Seminarräume und Toiletten in früheren Garagen. Auch die Bibliothek mit 8000 Bänden hat nun mehr Platz für Besucher. Für das Projekt stellten Bund und Land 16 Millionen Euro bereit.

In dem Gefängnis waren DDR-Bürgerrechtler wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs und Ulrike Poppe eingesperrt. Die Inhaftierten wussten oft nicht, wo sie waren. Auf DDR-Karten war das Gefängnis ein weißer Fleck. Verhöre und Einzelhaft sollten die Oppositionellen zermürben. Im Herbst 1989 vernichteten Gefängnis-Mitarbeiter massenhaft Akten.

Allein im Vorjahr kamen 351 000 Besucher in die 1994 eröffnete Gedenkstätte. Die Zahl der Interessierten stieg von Jahr zu Jahr, der authentische Ort drohte aus allen Nähten zu platzen. Künftig könnten laut Gedenkstätte Besuchergruppen besser verteilt werden.

Ursprünglich sollte die 700 Quadratmeter große Ausstellung schon im Februar zu sehen sein. Durch Schadstoffe in Böden sowie Statik-Probleme verzögerte sich laut Gedenkstätte die Fertigstellung. Nun werden noch Texte aufgedruckt und audiovisuelle Angebote erstellt.

Die Aufgabe, an das DDR-Unrecht zu erinnern, werde mit größerem zeitlichen Abstand nicht kleiner, sondern größer, sagte Historiker Knabe. Auch künftig würden ehemalige politische Häftlinge Besucher durch die original erhaltenen Zellen und Verhörräume führen und von Gewalt, Überwachung und Selbstbehauptung berichten.

„Diese Form der Geschichtsvermittlung ist etwas ganz Besonderes. Diese Führungen sind das Markenzeichen von Hohenschönhausen und das soll auch so bleiben“, betonte Knabe. Die neue Ausstellung mit Fotos, Texten, Stempeln, Häftlings-Briefen und Schildern sowie Interviews könne das Besichtigen der Haftanstalt ergänzen.

dpa

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