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Steven Spielbergs "The Pacific" zeigt die Kriegshölle

Steven Spielbergs "The Pacific" zeigt die Kriegshölle

Hitze, Hunger, Malaria, Wunden und Nervenzusammenbrüche - Kabel eins zeigt jeweils donnerstags die von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierte TV-Serie „The Pacific".

Leipzig. Das zehnteilige Weltkriegs-Drama ist eines der teuersten Fernsehprojekte, die es je gab und großer Favorti bei der Emmy-Verleihung im August.

Ende August könnte der TV-Zehnteiler „The Pacific" abräumen. Dann werden wieder die Emmys verliehen, die wichtigsten amerikanischen Fernsehpreise. 24 mal, und damit am meisten, ist die von Steven Spielberg (DreamWorks) sowie Tom Hanks (Playtone) mitproduzierte Soldatenserie nominiert. Sie ist der große Favorit bei der 62. Emmy-Verleihung am 29. August. Ab Donnerstag, 22.15 Uhr zeigt der Privatsender Kabel eins, die fast 200 Millionen Dollar teure HBO-Miniserie über den Weltkrieg im Südpazifik - zehn 60- Minuten-Folgen.

Spielberg und Hanks sind bekannt für Geschichtsinteresse

Der New Yorker Bezahlsender HBO ist berühmt für ambitionierte TV- Serien, zum Beispiel „Six Feet Under - Gestorben wird immer" oder „Sex and the City". Auch der 2001 von den Oscar-Preisträgern Spielberg und Hanks koproduzierte Weltkriegs-Zehnteiler „Band of Brothers - Wir waren wie Brüder", der in Deutschland einst bei Premiere lief, kam von HBO. Er gewann sechs Emmys. Damals in „Band of Brothers" widmeten sich Hanks (54) und Spielberg (63), die bekannt sind für ihr großes Geschichtsinteresse, den europäischen Schauplätzen des Weltkriegs. Genauso hatten sie es zuvor als Schauspieler und Regisseur auch beim Kriegsdrama „Der Soldat James Ryan" getan. In „The Pacific" erzählt das Produzenten- Duo nun, wie amerikanische GIs nach dem Überfall auf den Pazifik- Stützpunkt Pearl Harbor gegen Japans Armee kämpfen. Schlachten auf der Südhalbkugel statt mitten in Europa. Die epische „Pacific"-Serie basiert auf den Memoiren der Kriegsveteranen Eugene Sledge (Joe Mazzello), Robert Leckie (James Badge Dale) und John Basilone (Jon Seda), die an den Kämpfen gegen das japanische Kaiserreich in den 40ern beteiligt waren. Die Marines müssen sich unter anderem durch den Dschungel bei Guadalcanal oder an den schwarzen Stränden von Iwo Jima durchschlagen.

Die Helden und die Hölle des Krieges

„The Pacific" sollte ursprünglich „nur" 100 Millionen Dollar kosten, am Ende war fast das Doppelte ausgegeben. Die Dreharbeiten dauerten von August 2007 bis Mai 2008. Gedreht wurde hauptsächlich in Australien, wohin die Macher beispielsweise 500 Kokospalmen bringen ließen, um eine authentische Umgebung zu schaffen. Etwa 800 Crewmitglieder arbeiteten mit. 138 Sprechrollen gab es. Hunderte Komparsen waren im Einsatz. Sechs Drehbuchautoren und sechs Regisseure teilten sich die Arbeit. Kurz bevor der Mehrteiler im März in den USA startete, schrieb die „New York Times": „All die Anstrengungen zeigen den Versuch, das Krasse und die psychologische Tiefe der besten Vietnam-Filme - „Die durch die Hölle gehen", „Apocalypse Now", „Platoon" - auch in die filmische Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs zu tragen." Warum der 1946 geborene Spielberg unbedingt eine drastische Serie über die Weltkriegsereignisse im Pazifik zwischen 1941 und 1945 machen wollte? Das Motiv dafür liege in seiner Kindheit, wusste die „New York Times" zu berichten. Damals sei Spielberg verwirrt gewesen vom Missverhältnis zwischen den sauberen Kriegsfilmen mit Helden-Kult und den Erzählungen seines Vaters und Onkels, die beide im Pazifik im Krieg waren. „Mein Onkel und mein Papa erklärten mir, wie höllisch der Krieg war, doch das widersprach völlig dem, was damals aus Hollywood kam." In „The Pacific" ist der Kriegshorror - Hitze, Hunger, Malaria, Wunden, Nervenzusammenbrüche - nun umso mehr abgebildet.

dpa

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