Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Stimmungsvoll in Schwarz: Peter Heppner und Orchester im Gewandhaus bejubelt

„Gothic meets Klassik“ Stimmungsvoll in Schwarz: Peter Heppner und Orchester im Gewandhaus bejubelt

Bei der fünften Ausgabe von „Gothic meets Klassik“ haben Peter Heppner, Sven Friedrich und die Depeche-Mode-Tribute-Band Forced To Mode am Wochenende zuerst in normaler Bandbesetzung im Haus Auensee gespielt – und einen Abend später im Gewandhaus ihr Oeuvre mit Hilfe eines Orchesters klassisch interpretiert.

Und stimmungsvoll in Rot: Peter Heppner und das polnische Orchester der Philharmonie Zielona Góra im Gewandhaus.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nur vereinzelt sieht man Farben zwischen dem kollektiven Schwarz und den üppigen Gewandungen in den Reihen des Gewandhauses. Das Orchester betritt die Bühne und leichte Nebelschwaden ziehen nach oben. Auch die Musiker tragen schwarz. Dann wird es kurz heller, Forced To Mode betreten die Bühne, und es ertönen die ersten Klänge von Depeche Modes „Sister of Night“.

Am Wochenende fand die fünfte Ausgabe von „Gothic meets Klassik“ statt. Während die Depeche-Mode-Tributeband, Solar Fake und Peter Heppner am Freitag im Haus Auensee von regulärer Soundtechnik sowie den Bands M.I.N.E. und Framheim unterstützt wurden, ging für es für Heppner, Sven Friedrich (Solar Fake/Zeraphine) und Forced To Mode am Samstag im ausverkauften Gewandhaus klassisch zu. Hierfür wurden die Songs der Künstler in monatelanger Arbeit mit Komponist Conrad Oleak neu und in klassischer Form arrangiert und mit dem Orchester der Philharmonie Zielona Góra anmutig und stimmungsvoll umgesetzt.

Die Stimme von Forced-To-Mode-Sänger Christian Schottstädt hat viel mit der vom Depeche-Mode-Original Dave Gahan gemeinsam. Auch optisch erinnert er mit seinen längeren Haaren an den Gahan der frühen 90er Jahre. Nicht nur deshalb funktioniert Forced To Mode als Coverband so gut, dass man sich gar nicht fragt, wie die neu interpretierten Songs mit dem Original klingen würden. Für „Halo“ holen sie Sängerin „Bobo“ auf die Bühne und spielen eine entschleunigte Fassung, die gut in einen Bond-Film passen würde. Durch die klassischen Instrumente erhalten die Songs eine dramatischere Dimension, was sich vor allem in der wirklich besonders gelungenen Version von „Enjoy The Silence“ zeigt.

Danach nimmt Sven Friedrich den Raum für sich ein, der mit Songs von Solar Fake und Zeraphine auftritt. Gerade die Umsetzung der Solar-Fake-Stücke ist bemerkenswert, da sie im Original stark von ihrem elektronischen Sound geprägt sind. Dadurch gewinnen die Songs zumeist an Melancholie – was zu Friedrichs großartiger, klangvoller Stimme bestens passt. „The Pages“ von Solar Fake und „Die Wirklichkeit“ von Zeraphine weisen weniger Tempo und Druck als im Original auf, dafür aber ein sattes Klangbild und neue Facetten. Mit seiner Stimmer interpretiert Friedrich die Songs passend zu den klassischen Arrangements, was besonders „Stay“ und „I Don’t Want You In Here“ von Solar Fake zu emotionalen Erlebnissen macht.

Ein absoluter Ruhepol ist Peter Heppner, der mit „Wir sind wir“ beginnt. Man erkennt seine Songs schnell, sie wirken aber in der klassischen Version noch einmal deutlich eindringlicher. Gerade bei „Meine Welt“ verstärkt die neue Umsetzung auch die Botschaft des Stücks. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat Heppner außer einem Schlagzeug keine Bandbesetzung auf der Bühne. Das fällt aber nicht negativ auf, da man schnell den Eindruck bekommt, dass seine Musik eigentlich schon immer auf diese Art gedacht war.

Auch Wolfsheim-Songs schleichen sich in das Repertoire und Peter Heppner lässt sich um Klassiker wie „Kein Weg zurück“ und „Die Flut“ nicht lumpen. Am Ende verneigt er sich tief vor dem Publikum, das sich von jedem Künstler mit einem tosenden stehenden Applaus bedankt.

Von Miriam Heinbuch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2016/2017 im Schauspiel Leipzig mehr

  • Dreamhack Leipzig

    Auf der Dremhack 2017 treten die besten Computerspieler gegeneinander an. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Leipzig gilt als der Geburtsort der modernen Psychologie. Wie früher und heute im Geist geforscht wurde ist vom 14. September bis zum 16. Dezember 2016 in der Ausstellung "Psychologie in Leipzig - Geburt einer Wissenschaft" zu sehen. Besucher können sowohl Beobachter als auch Versuchsperson sein. Unsere Schau des Monats November! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr