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Stimmungsvoll in Schwarz: Peter Heppner und Orchester im Gewandhaus bejubelt

„Gothic meets Klassik“ Stimmungsvoll in Schwarz: Peter Heppner und Orchester im Gewandhaus bejubelt

Bei der fünften Ausgabe von „Gothic meets Klassik“ haben Peter Heppner, Sven Friedrich und die Depeche-Mode-Tribute-Band Forced To Mode am Wochenende zuerst in normaler Bandbesetzung im Haus Auensee gespielt – und einen Abend später im Gewandhaus ihr Oeuvre mit Hilfe eines Orchesters klassisch interpretiert.

Und stimmungsvoll in Rot: Peter Heppner und das polnische Orchester der Philharmonie Zielona Góra im Gewandhaus.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nur vereinzelt sieht man Farben zwischen dem kollektiven Schwarz und den üppigen Gewandungen in den Reihen des Gewandhauses. Das Orchester betritt die Bühne und leichte Nebelschwaden ziehen nach oben. Auch die Musiker tragen schwarz. Dann wird es kurz heller, Forced To Mode betreten die Bühne, und es ertönen die ersten Klänge von Depeche Modes „Sister of Night“.

Am Wochenende fand die fünfte Ausgabe von „Gothic meets Klassik“ statt. Während die Depeche-Mode-Tributeband, Solar Fake und Peter Heppner am Freitag im Haus Auensee von regulärer Soundtechnik sowie den Bands M.I.N.E. und Framheim unterstützt wurden, ging für es für Heppner, Sven Friedrich (Solar Fake/Zeraphine) und Forced To Mode am Samstag im ausverkauften Gewandhaus klassisch zu. Hierfür wurden die Songs der Künstler in monatelanger Arbeit mit Komponist Conrad Oleak neu und in klassischer Form arrangiert und mit dem Orchester der Philharmonie Zielona Góra anmutig und stimmungsvoll umgesetzt.

Die Stimme von Forced-To-Mode-Sänger Christian Schottstädt hat viel mit der vom Depeche-Mode-Original Dave Gahan gemeinsam. Auch optisch erinnert er mit seinen längeren Haaren an den Gahan der frühen 90er Jahre. Nicht nur deshalb funktioniert Forced To Mode als Coverband so gut, dass man sich gar nicht fragt, wie die neu interpretierten Songs mit dem Original klingen würden. Für „Halo“ holen sie Sängerin „Bobo“ auf die Bühne und spielen eine entschleunigte Fassung, die gut in einen Bond-Film passen würde. Durch die klassischen Instrumente erhalten die Songs eine dramatischere Dimension, was sich vor allem in der wirklich besonders gelungenen Version von „Enjoy The Silence“ zeigt.

Danach nimmt Sven Friedrich den Raum für sich ein, der mit Songs von Solar Fake und Zeraphine auftritt. Gerade die Umsetzung der Solar-Fake-Stücke ist bemerkenswert, da sie im Original stark von ihrem elektronischen Sound geprägt sind. Dadurch gewinnen die Songs zumeist an Melancholie – was zu Friedrichs großartiger, klangvoller Stimme bestens passt. „The Pages“ von Solar Fake und „Die Wirklichkeit“ von Zeraphine weisen weniger Tempo und Druck als im Original auf, dafür aber ein sattes Klangbild und neue Facetten. Mit seiner Stimmer interpretiert Friedrich die Songs passend zu den klassischen Arrangements, was besonders „Stay“ und „I Don’t Want You In Here“ von Solar Fake zu emotionalen Erlebnissen macht.

Ein absoluter Ruhepol ist Peter Heppner, der mit „Wir sind wir“ beginnt. Man erkennt seine Songs schnell, sie wirken aber in der klassischen Version noch einmal deutlich eindringlicher. Gerade bei „Meine Welt“ verstärkt die neue Umsetzung auch die Botschaft des Stücks. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat Heppner außer einem Schlagzeug keine Bandbesetzung auf der Bühne. Das fällt aber nicht negativ auf, da man schnell den Eindruck bekommt, dass seine Musik eigentlich schon immer auf diese Art gedacht war.

Auch Wolfsheim-Songs schleichen sich in das Repertoire und Peter Heppner lässt sich um Klassiker wie „Kein Weg zurück“ und „Die Flut“ nicht lumpen. Am Ende verneigt er sich tief vor dem Publikum, das sich von jedem Künstler mit einem tosenden stehenden Applaus bedankt.

Von Miriam Heinbuch

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