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Tausende tanzen bei Kulturdemo „Global Space Odyssey“ durch Leipzig – OBM muss passen

Tausende tanzen bei Kulturdemo „Global Space Odyssey“ durch Leipzig – OBM muss passen

Leipzig. Bunt geschmückte Wagen und wummernde Bässe in der Leipziger City: Zum zwölften Mal ist am Samstag die Global Space Odyssey (GSO) durch die Innenstadt gezogen.

Laut Polizei kamen rund 3000 bis 3500 Teilnehmer zu der lautstarken Demonstration von Leipziger Kulturveranstaltern, die vom Stadtteil Connewitz über die Karl-Liebknecht-Straße, den Augustusplatz und die Eisenbahnstraße bis zum Völkerschlachtdenkmal führte. Abgesagt hatte seine Teilnahme trotz Einladung (PDF, 14kb) bereits zuvor Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Die GSO-Organisatoren wollten das Stadtoberhaupt mit einem offenen Brief zum Besuch des Umzugs bewegen. Aufgrund von Terminüberschneidungen habe Jung am Samstag aber passen müssen, hieß es aus dem Neuen Rathaus. „Der Oberbürgermeister ist am Wochenende gar nicht in der Stadt, sondern hat einen wichtigen, privaten Termin außerhalb“, erklärte Stadtsprecher Matthias Hasberg gegenüber LVZ-Online.

Auslöser der Einladung durch die GSO war ein kürzlich von Jung verfasstes Essay für das Wochenmagazin „Die Zeit“, in dem der Oberbürgermeister zur Stadtentwicklung und zu Vorwürfen, Leipzig versinke nach Jahrzehnten des Aufbruchs in schnöder Normalität, Stellung bezog. Die Veranstalter wollten Jung während der Parade der Kulturschaffenden einen Überblick über die heterogene Szene geben und auf deren Probleme hinweisen, hieß es.

Lange Staus rund um die Umzugsstrecke

Mit ihrem Demonstrationsmarsch setzten sich die Veranstalter in diesem Jahr für eine nachhaltige und pluralistische Stadtentwicklung ein, die verstärkt auch Prioritäten abseits der Hochkultur-Leuchttürme setzen soll. Dabei erhoffen sich die Kulturveranstalter mehr Unterstützung für selbstverwaltete Freiflächen und Kulturprojekte abseits der institutionell geförderten sowie zusätzlich mehr Probenräume.

Aufgrund des Umzugs kam es laut Polizei zu erheblichen Behinderungen des Pkw- und Straßenbahnverkehrs. „Entlang der Aufzugsstrecke gab es zeitweise starke Rückstaus auf den Straßen“, sagte Sandro Scheinert vom Führungs- und Lagezentrum der Polizei am Abend gegenüber LVZ-Online. Gegen 18 Uhr erreichte der Umzug den Wilhelm-Külz-Park, wo die Abschlusskundgebung stattfinden sollte. Flankiert wird der seit 2001 jährlich stattfindende Umzug auch in diesem Jahr von einer ganzen Reihe Abendveranstaltungen an zahlreichen Plätzen der Messestadt.

Mehr Informationen:   www.gso-le.de

Matthias Puppe / Robert Nößler

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