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TdJW und „Westflügel“ werden mit Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet

Insgesamt 130.000 Euro TdJW und „Westflügel“ werden mit Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet

Gleich zwei Leipziger Häuser erhalten den Theaterpreis des Bundes. Die erstmals ausgelobte Auszeichnung geht an das Theater der Jungen Welt und an das Figurentheater „Westflügel“. Insgesamt verteilt die Bundesregierung 900.000 Euro an zwölf Häuser.

Figurentheater im Westflügel: „Biting Breads“ - „Romeo und Julia in sizilianischer Soße"

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Zwei Leipziger Spielstätten sind mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet worden. Das Theater der Jungen Welt in Lindenau erhält 80.000 Euro, 50.000 Euro gehen an das Figurentheaterzentrum „Westflügel“. Insgesamt wurden zwölf Häuser durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit 900.000 Euro bedacht.

In der Begründung der Jury hieß es, das Theater der Jungen Welt (TdJW) sei nicht nur ein Haus mit großer Tradition, es sei auch bestens für die Zukunft aufgestellt. Gelobt wurden der Spielplan mit ungewöhnlichen Stückentwicklungen und das starke Ensemble. Jürgen Zielinski, Intendant des TdJW, freute sich am Montag über den Preis. Dieser sei eine großartige Anerkennung für die Leistung aller Mitarbeiter. „Wir fühlen uns ermutigt, unseren beschrittenen Weg abseits ausgetretener Pfade weiter zu gehen.“ Die 80.000 Euro sollen für eine Neuproduktion in der kommenden Spielzeit fließen. „Vielleicht sollten wir als neues Spielzeitmotto nun ‚Freude‘ wählen“, schon Zielinski nach.

Mit dem Figurentheater im Westflügel Leipzig würdigte die Jury ein Genre, dass oft Abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Das breite Spektrum sowie die intensiven Kooperationen im Bereich des Figurentheaters hätten letztlich den Ausschlag gegeben. „Damit hat sich der ‚Westflügel‘ nicht nur zu einem bemerkenswerten Produktionsort, sondern darüber hinaus zu einem Thinktank heutigen Figurentheaters entwickelt“, heißt es in der Begründung der Jury.

„Ich verstehe den Preis als ‚Ermutigungspreis‘", erklärte Staatsministerin Grütters. Die Preisträger sollen die künstlerische Vielfalt der deutschen Theaterlandschaft widerspiegeln. Besonders im Fokus standen kleine und mittlere Theater, nicht die großen Häuser in den Metropolen. Die fünfköpfige Jury machte ihre Entscheidung am Programm der Spielzeit 2014/2015 fest. 187 Kandidaten standen zur Auswahl.

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