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„The Complete Metropolis“: Erstmals wiederentdeckte Szenen zu sehen

„The Complete Metropolis“: Erstmals wiederentdeckte Szenen zu sehen

Es war eine Sensation: Mehr als 80 Jahre nach der Uraufführung wurde in Buenos Aires eine Originalfassung von Fritz Langs Stummfilm „Metropolis“ mit verschollen geglaubten Szenen entdeckt.

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Ein Buch und eine Langspielplatte zum Film "Metropolis", die nun in der Berliner Ausstellung "The Complete Metropolis" zu sehen sind.

Quelle: dpa

Berlin. Das war vor anderthalb Jahren. Jetzt ist die mühsame Restaurierung des Science-Fiction-Klassikers abgeschlossen. Die 60. Berlinale zeigt das Werk am 12. Februar erstmals. Die Premiere wird mit einer Openair-Vorstellung am Brandenburger Tor gefeiert. Bereits von Donnerstag (21.1.) an sind in der Ausstellung „The Complete Metropolis“ im Berliner Museum für Film und Fernsehen Ausschnitte aus den restaurierten neuen Filmbildern zu sehen.

Die Schau zeigt zum ersten Mal alle erhalten Originaldokumente zum Film - inklusive 10 der insgesamt 25 zusätzlichen Minuten, die in Argentinien gefunden wurden. „Metropolis“ sei mit rund 145 Minuten, das sind 3900 Filmmeter, nun wieder nahezu komplett. Lediglich einige kurze Bilder fehlten, sagte Ausstellungskuratorin Kristina Jaspers am Mittwoch.

Zu den wiedergefundenen Szenen gehören eine Autofahrt durch die Zukunftsstadt Metropolis, eine Schminkszene in den Ewigen Gärten und die Enthüllung der Hel-Statue. Einigen Nebenfiguren werde so mehr Gewicht gegeben, erklärte Jaspers. Bild für Bild wurden die Schäden des Filmmaterials digital behoben und dann mit Hilfe der erhaltenen Orchester-Noten in der richtigen Reihenfolge montiert.

Die Ufa hatte Langs Epos bei der Uraufführung am 10. Januar 1927 in Berlin in ungekürzter Form gezeigt. Wenige Monate später lief der Film nur noch in deutlich gekürzter Fassung - nach der Premiere war Langs Werk an den Kinokassen gefloppt. Erst in den 70er Jahren gelangte „Metropolis“ als epochales Meisterwerk zu weltweitem Ruhm. Die Berliner Ausstellung blickt auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des zum Weltkulturerbe zählenden Films, der in futuristischer Kulisse von der Vision einer klassenlosen Gesellschaft und einer leidenschaftlichen Liebe erzählt.

Unter den rund 200 Exponaten sind Requisiten, Drehbuch-Auszüge, Architektur- und Kostümentwürfe, Tricktableaus und die Noten, mit denen das Orchester für die musikalische Untermalung der Handlung sorgte. Zu sehen ist auch eine der blechernen Filmdosen, in denen in Buenos Aires die komplette Filmfassung gefunden wurde. Es wird außerdem erklärt, wie die berühmten Leuchtringe entstanden, die die Maschinen-Maria - gespielt von Brigitte Helm - umgeben. 200 zusätzliche Werkfotos zeigen die Arbeit von Lang und seinem Team bei den aufwendigen Dreharbeiten.

Die Originalkostüme aus dem Film sind nicht erhalten. Doch es wurden zwei der Kostüme eigens für die Ausstellung vom Kostümhaus Theaterkunst nachgeschneidert, das den Film in den 20er Jahren ausstattete. So ist die männliche Hauptperson Freder einmal in weißer Seide zu sehen und einmal in schwarzer Arbeitskleidung. (Internet: www.deutsche-kinemathek.de)

dpa

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