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Theater der Jungen Welt verbucht Spielzeit-Rekord – Problem Platzmangel bleibt

Theater der Jungen Welt verbucht Spielzeit-Rekord – Problem Platzmangel bleibt

Licht und Schatten liegen derzeit beim Leipziger Theater der Jungen Welt dicht beieinander. Denn die Spielstätte verbucht für die erste Hälfte der Saison eine beachtliche Auslastungsquote von 93 Prozent.

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Das Theater der jungen Welt in Leipzig (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Allerdings könnte das Ensemble noch mehr Leute an den Lindenauer Markt locken, allein der Platz reicht nicht aus. Eine Lösung dieses Problems ist nicht in Sicht.

„Das Theaterhaus bleibt zu klein“, fasst Intendant Jürgen Zielinski zusammen. Es werde immer schwerer, den Ansturm auf das Haus zu kanalisieren. Denn knapp die Hälfte der Vorstellungen wird aktuell in Spielstätten aufgeführt, die zu klein sind, um die Nachfrage zu befriedigen. Auch die Schauspieler sowie Mitarbeiter und die Technik würden stark beansprucht. Erst im vergangenen Jahr hatten das TdJW und die Lofft-Spielstätte ihre Kooperation am Lindenauer Markt verlängert. „Die dauerhafte Nutzung ist für uns zwingend notwenig“, erklärt Zielinski.

Denn die Beliebtheit des Theaters wächst kontinuierlich. So waren die Vorstellungen im Dezember mit rund 97 Prozent ausgelastet. Beachtlich, auch wenn der Monat wegen der Weihnachtsaufführungen traditionell gut besucht ist. Besonders erfolgreich waren die Stücke „Rapunzel geht los!“, „Die Geschichte von Onkelchen“ und „Grimm Geschichten“. Allein Rapunzel zog 7899 Zuschauer in den Saal des TdJW. Auf Platz zwei der Rangliste landet Heike Hennigs Produktion „Die Geschichte vom Onkelchen“ in der Kleinen Bühne, die komplett ausgelastet war. Im Januar dieses Jahres waren die Plätze des Theaters durchschnittlich zu 98 Prozent vergeben. Zu den Höhepunkten der ersten Spielzeithälfte gehörte auch die Autorenwerkstatt „Boxenstopp“, zu der Anfang Oktober namhafte Autoren des Kinder- und Jugendtheaters zusammenkamen.

Ensemble und Mitarbeiter dürfen nicht „ausbrennen“

Doch dieser Erfolg hat auch seine Schattenseite. Statt 354 Vorstellungen im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres, spielte das Theater zwischen August 2012 und Januar 2013 nur 318 Vorstellungen. „Wir mussten den Betrieb im Interesse von Ensemble und Mitarbeitern runterfahren. Wir müssen aufpassen, dass sie nicht ausbrennen“, warnt Zielinski.

Bundesweit machte das TdJW bei Gastspielen auf sich aufmerksam. So zum Beispiel beim renommierten Kinder- und Jugendtheaterfestival „Szene Bunte Wähne“ und auf dem Festival „Halbstark“ in Münster. Einen Preis gab es für dieses Engagement bereits im Oktober vergangenen Jahres.

Die zweite Spielzeithälfte startet mit einer Puppentheater-Fassung von „Drachenreiter“. Das Stück der bekannten Autorin Cornelia Funke feiert am 23. Februar Premiere im TdJW. Im März soll Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“ in der Regie von Jürgen Zielinski folgen.

ra

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