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Tierisch, tierisch: Frittenbude kurz vor Tourende in Leipzig

Täubchenthal Tierisch, tierisch: Frittenbude kurz vor Tourende in Leipzig

Nach zehn Jahren Bandgeschichte ist der Rave wahrlich „kein Hobby“ mehr, wie es in einem Stück auf dem im vergangenen Sommer erschienenen Frittenbude-Album „Küken des Orion“ heißt. Wie bei den Vorgängerplatten „Nachtigall“, „Katzengold“ und „Delfinarium“ hält das Trio weiter der Tierwelt die Treue. Am Freitag hat die Band im ausverkauften Täubchenthal gespielt.

Fans der Frittenbude im Täubchenthal.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach zehn Jahren Bandgeschichte ist der Rave wahrlich „kein Hobby“ mehr, wie es in einem Stück auf dem im vergangenen Sommer erschienenen Frittenbude-Album „Küken des Orion“ heißt. Wie bei den Vorgängerplatten „Nachtigall“, „Katzengold“ und „Delfinarium“ hält das Trio weiter der Tierwelt die Treue.

Die aus Niederbayern stammenden, in Berlin ansässigen Elektropunker haben sich mittlerweile eine beachtliche Anhängerschaft erspielt. Problemlos füllen sie am Freitagabend den großen Saal des ausverkauften Täubchenthals. Und muten den versammelten Fritten-Fans den schrägen Bird Berlin als aufwärmende One-Man-Show zu. Dass der „Vogel“ in Leipzig so gut ankommt, freut Soundtüftler und Bassist Jakob Häglsperger ganz besonders. Die Liebe zu Glitzerkonfetti verbindet offenbar. Mal ganz abgesehen von der zünftigen Gesichtsbehaarung, die Birdie mit Frittenbude-Frontmann Johannes Rögner gemeinsam hat.

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Kurz vor Tourende hat sich das Elektropunk-Trio Frittenbude im ausverkauften Täubchenthal bejubeln lassen

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Live werden Häglsperger, Rögner und Gitarrist Martin Steer diesmal von einem Schlagzeuger und einem Keyboarder unterstützt. Die Stücke kommen trotzdem weiter äußert basslastig daher, mit Raveanklängen und melodiösem Sprechgesang auf Deutsch. Rögner scheint die Tour, die Ende Januar in Dresden begann und am Sonnabend in Berlin ihren Abschluss fand, schon etwas in den Knochen zu stecken. Allzu routiniert spult er anfangs das Programm ab, mit einem kurzen Erklärspruch zu jedem Titel, und lobenden Worten für all die „süßen Menschen“ im Publikum. Die ihm mit großer Begeisterung dafür danken.

Routiniert wechselt Rögner auch zwischen Party-Krachern und eher nachdenklichen Liedern, zwischen neuen und älteren Titeln. Die Absage an Deutschland und seine Nazis kommt in dem gemeinsam mit den Labelkollegen von Egotronic aufgenommenen „Deutschland 500“ zu Geltung, allerdings weniger parolenhaft als bei der Truppe um Torsun. Tocotronic-Mastermind Dirk von Lowtzow hat bei „Was am Ende bleibt“ einen Gesangspart beigesteuert. Rögner selbst baut immer mal wieder Zitate in seinen Reimfluss ein, etwa aus dem Coen-Brothers-Film „The Big Lebwoski“, von Rage Against The Maschine oder Fettes Brot.

Knapp zwei Stunden dauert der druckvolle Auftritt. Dabei kommt natürlich auch eine Konfetti-Kanone zum Einsatz und wird das Publikum zum „Wall of Love“-Ritual geteilt, bevor ganz zum Schluss mit „Pandabär“ eines der ältesten Frittenbude-Lieder erklingt: „Komm doch her, komm doch her!“

Von Frank Schubert

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