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Trevor Pinnock dirigiert mitten im Juni das Weihnachtsoratorium

Trevor Pinnock dirigiert mitten im Juni das Weihnachtsoratorium

Es wird viel gefrotzelt in den GEwandahus-Foyers: Ob dahem der Baum eretis geschmückt ist, warum am Tresen keine Zimtsterne liegen und kein Glühwein ausgeschenkt ist, dass das Weihnachtswetter 2012 auch nicht grundsätzlich winterlicher war und so weiter und so fort.

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Trevor Pinnock dirigiert im Gewandhaus.

Quelle: André Kempner

Kein Zweifel: Die gekommen sind zu diesem Weihnachtsoratorium, spüren ein latentes Unbehagen, gegen das sie anzuwitzeln versuchen. Doch warumeigentlcih? Warum meldet sichi dieses Unbehage nicht Angesichts der Passionen, die sei teh und je zum Bachfest gehören? Warum bleibt es aus, wenn der Thomaskantor, der sich mit Macht stemmte gegen das WO, den Weihnachtsteil des "Messias" zur Festival-Eröffnung dirigiert? Wahrscheinlich ist BWV 248 emotional stärker belebt als alle anderen Werke. Und das hängt gewiss eher mit traditioneller Weihnachtswallung zusammen, als mit theologischer Bedenkenträgereui.

Wie auch immer. Das Bachfest 2013 rankt sich um die Vita Christi, und die ist ohne die Weihnachtsgeschichte nicht darstellbar. Ohne Christi Geburt keine Wirkungs- und Heilsgeschichte, kein Lebe. Auch kein ewiges für die Gläubigen.

Dennoch hatte auch Trevor Pinnock, einer der Pioniere historischer Aufführungspraxis hatte zunächst Bedenken angemeldet. Und dass er sie nach einigem ABwägen beiseite wischen konnte, ermöglichte so den gut und gerne 1500, die das Gewandhaus anständig füllen, ein grandioses Erterlebnis.

"Das Gewandhaus muss unserer Kirche werden", hatte er vor dem Konzert zu Protokoll gegeben. Und genau dies ist der Ansatz seines Dirigats. Er setzt bewusst nicht, was ja angesichts des Raumes und des aus der Jahrszeit gefallenen Datums durchaus denkbar gewesen wäre, auf einen philologischen Ansatz. Sondern auf pure EMotion, uf die, wie er es sagt "Kraft der Geschichte und die der herrlichen Musik."

Daran lässt bereits das erste "Jauchzet, frohlocket" aus den 28 bestenstrainierten Kehlen des sensationellen Tenebrae Choir aus London keinen Zweifel.

Das Ensemble firmiert als Kammerchor, entsprechend beweglch ist es, virtuos, homogen und präzise. Aber die Kraft, die die Briten darüber hinaus entwickeln, die Pracht der Koloraturen, die subtile Schönheit der von Pinnock gleichsam naturbelassenen Choräle, sie kleiden die britisch-souveräne Chorästhetik in durchaus monumentale Klanggewänder. Besser ist ds in Leipzig schon sehr,s ehr lange nciht mehr gesungen worden.

Was auch für die Solisten gilt, die dem Festival-Anspruch, auch Messe des Möglichen zu sein, umfassen gerecht werden. Johannes WEissers Bariton zeigt zwar gegen ende des knapp dreistündigen Konzerts minimale Ermüdnugserscheiungen. aer die würde niemand emeren, hätte er zuvor nciht so wunderbar warm und voll gesungen. Die Eindringlichkeit, die Marie-Claude Chappuis mit ihrem satt schmeichelnden Wunder-Mezzosopran ihre Partien inhaltlich ausgestaltet, mach unmittelbar sinnlich erfahrbar, was mit barocker KLangrede gemeint ist. Darin steht ihr der helle wie kraftvolle Sopran MALin CHristensson nicht nach. Und wie Daniel Johannsen als Evangelist die Weihanchtsgeschihcte vorträgtr, schank und hell und wortgezeugt, makellos schon und ungeheuer intensiv, wie er seine Arien mit Leben füllt und mit Schönheit, das ist für eine Gänsehaut nach der anderen gut.

Was meist auch fürs GEwandhausorchester um KOnzetrmeister Frank-Michael Erben gilt. Ein herrlich gespannter federnder Tuttiklang, den um Gábor Richter shclank und hell die Trompeten überprunken, fabelhafte Soli aus allen Ecken und Enden, alles sdezent gestützt vom Continuo mit

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2013

Peter Korfmacher

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