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Tübke, Rauch und Heisig: Doppelausstellung wirft Blick in Geschichte der Leipziger HGB

Tübke, Rauch und Heisig: Doppelausstellung wirft Blick in Geschichte der Leipziger HGB

Anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) sind im Museum der bildenden Künste in Leipzig gleich zwei Ausstellungen mit Werken wichtiger Absolventen und Dozenten zu sehen.

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Die Rektorin Ana Dimke der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) steht mit ihrem Prorektor Ralf Hartmann vor der Arbeit „Close up“ (2012) von Matthias Hamann im Museum der bildenden Künste in Leipzig (Sachsen).

Quelle: Rauch und Heisig Doppelausstellung wirft Blick in Geschichte der Leipziger HGB Tübke

Leipzig. Von Sonntag an zeigt die Schau „Kunst. Schule. Leipzig“ Bilder von Lehrkräften des Fachbereichs Malerei und Grafik.

Es gehe um einen dokumentarischen Blick auf die Entwicklung der künstlerischen Positionen von 1947 bis heute, sagte Kurator Frédéric Bußmann am Freitag. „Es geht nicht darum, dass wir bestimmte Künstler herausheben wollen.“ Dennoch tauchen entlang des Zeitstrahls in chronologischer Reihenfolge auch die Namen derjenigen früheren und heutigen Dozenten und Professoren auf, denen die Malerei aus Leipzig ihre internationale Bekanntheit verdankt. Bernhard Heisig, Werner Tübke, Arno Rink, Wolfgang Mattheuer und Neo Rauch sind mit Arbeiten vertreten.

Hinweise entlang des Zeitstrahls zeigen auf, wer wessen Lehrer war und wen er wiederum selbst an der HGB unterrichtete. In der gleichzeitig gezeigten Ausstellung „Herz, Reiz und Gefühl“ legte Kurator und Jubiläumskoordinator Ralf Hartmann den Schwerpunkt hingegen auf die anderen Fachbereiche der renommierten Hochschule. Die Schau solle zeigen, wie nah die Künstler an zeitgeschichtlichen Fragen wie Umweltzerstörung, Krieg oder Geschlechterfragen seien, sagte Hartmann.

Großformatige Fotografien des HGB-Meisterschülers Hans-Christian Schink etwa zeigen die Zerstörung nach dem verheerenden Tsunami in Japan. Das Künstlerkollektiv VIP - drei Leipziger Absolventinnen - ist mit einer überlebensgroßen Wand ausgeschnittener Buchstabenbotschaften vertreten. Und der Schriftzug „Out of shit“ auf einer Holzstele um einen Diamanten von der Künstlerin Anna Baranowski ist absolut wörtlich zu verstehen. Die Doppelausstellung ist bis zum 19. Oktober im Museum der bildenden Künste zu sehen.

dpa

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