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Vargas Llosa - "Europäer" mit lateinamerikanischen Themen

Vargas Llosa - "Europäer" mit lateinamerikanischen Themen

Das Leben des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa erscheint wie eine Geschichte vom verlorenen Sohn. Die Hälfte seiner Erwachsenenjahre hat der berühmteste Autor des Andenstaates in Europa und Nordamerika gearbeitet.

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Quelle: dpa

Buenos Aires. Der 74-Jährige wird deshalb oft als „europäisch“ denkender Schriftsteller bezeichnet. Er sei jedoch mit ganzer Seele Lateinamerikaner, der sich in Europa lediglich ebenso zu Hause fühle, sagte er einmal.

Der Schriftsteller, der sich selbst als liberal bezeichnet, mischt sich auch leidenschaftlich in die Politik ein. Die Demokratie sei in ganz Lateinamerika gefährdet, warnte er. Linksgerichteten populistischen Staatschefs wie Venezuelas Präsidenten Hugo Chávez warf er vor, einen „Kommunismus wie in Kuba“ anzustreben.

Weltrum durch den ersten Roman

Trotz seines Nomadenlebens - Vargas Llosa bewohnte nach eigenen Angaben mehr als 40 Häuser - handeln nur drei seiner vielen Romane nicht von der peruanischen Heimat: „Der Krieg am Ende der Welt“ sowie die beiden neueren Werke „La Fiesta del Chivo“ (Das Fest des Ziegenbocks) und „El Paraíso en la otra esquina“ (Das Paradies ist anderswo). Sein 2006 erschienener Roman „Das böse Mädchen“ spielt teils in Peru, teils in Europa.

Seinen Weltruhm begründete der am 28. März 1936 in Arequipa im Süden Perus geborene Vargas Llosa gleich mit seinem ersten, 1962 erschienenen Roman „La ciudad y los perros“ (Die Stadt und die Hunde). Das Werk ist eine eindrucksvolle Darstellung autoritärer Systeme. Sein vorerst neuestes Werk, „Die Welt des Juan Carlos Onetti“, stellte er im Juli vorigen Jahres in Frankfurt vor.

Das Werk des aus Uruguay stammenden Onetti, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, sei von Frustration, Scheitern und Pessimismus geprägt. „Ist dies nicht die Welt, in der wir als Lateinamerikaner geboren und aufgewachsen sind? Ist dies nicht der Kontinent, auf dem alle Demokratisierungsversuche immer wieder scheitern?“, fragte er sich in Madrid.

dap

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