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Von Krieg und Gewalt - ein Jahr Militärhistorisches Museum in Dresden

Von Krieg und Gewalt - ein Jahr Militärhistorisches Museum in Dresden

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden sucht den Dialog über ethische Fragen von Konflikten und bereitet dazu auch zahlreiche Sonderausstellungen vor.

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Das Militärhistorische Museum in Dresden.

Quelle: Archiv

Dresden. Ein Jahr nach Wiedereröffnung des Hauses (14. Oktober) zog Direktor Matthias Rogg im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa Bilanz. „Wir sind ein klassisches Wiederkomm-Museum. Die meisten Besucher sagen: „Ich muss wieder her, man kann immer neue Perspektiven entdecken“, sagte der 49 Jahre alte Historiker. Perspektivwechsel ist der zentrale Ansatzpunkt für die Ausstellung, die mit mehr als 10.000 Exponaten deutsche Militärhistorie als Kulturgeschichte von Krieg und Gewalt inszeniert.

„Wir trauen uns, auch Krieg und Gewalt zu zeigen, beispielsweise in den Bildern des Kriegsfotografen James Nachtwey“, sagte Rogg. Gesellschaft und Politik müssten sich damit auseinandersetzen, was sie von Soldaten fordern, wenn sie diese in den Einsatz schicken. „Das ist der gesellschaftliche Diskurs, den wir wollen.“ Die meisten militärhistorischen Museen machten an dieser Stelle halt und blickten nicht in die Gegenwart - vielleicht auch, weil das schwierig sei und wehtun könne. „Wir wollen aber ein ehrliches Museen sein. Man weiß nicht, ob das immer aufgeht. Aber wenn der Besucher das Gefühl hat, genau das ist unsere Intension, haben wir schon gewonnen.“

Rogg zufolge sind nicht alle Details der bisherigen Präsentation aufgegangen. „Solch eine Ausstellung ist ein Prototyp, man kann sie nicht vorher ausprobieren. Das ist wie eine Operation am offenen Herzen“, betonte der Historiker. Gleich zu Beginn habe es berechtigte Kritik an der zu klein geratenen Schrift auf den Texttafeln gegeben. Bei 8000 Seiten Text auf Deutsch und Englisch sei das leider nicht so schnell auszubessern, man habe aber mit dem Austausch begonnen. „Wenn sich so viele Menschen über die Größe der Schrift beschweren, heißt das aber auch: Sie wollen die Texte lesen.“

Nach Aussagen des Direktors will das Museum, das nach Entwürfen von Stararchitekt Daniel Liebeskind umgebaut wurde, künftig pro Jahr zwei große Sonderausstellungen zeigen, etwa zu Stalingrad.

Jörg Schurig, dpa

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