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Walter Sittler bringt Kästners Leben auf die Bühne - Premiere im November in Dresden

Walter Sittler bringt Kästners Leben auf die Bühne - Premiere im November in Dresden

Seit mittlerweile vier Jahren erzählt Schauspieler Walter Sittler („Girlfriends", „Nicola") aus der Kindheit des Schriftstellers Erich Kästner. 170 Mal stand er mit „Als ich ein kleiner Junge war" auf Deutschlands Theaterbühnen, begeisterte 80.000 Zuschauer.

Dresden. Diese können sich jetzt auf eine Fortsetzung freuen. „Vom Kleinmaleins des Seins" schließt genau dort an, wo die Autobiographie des Künstlers endet und der Ernst des Lebens beginnt. Mit Gedichten, Briefen und Kurzgeschichten beschreibt das Stück Kästners Weg nach Leipzig, Berlin und München. Walter Sittler liebt Kästner und dessen schöne, einfache Sprache. „Wenn ich nichts von Kästner lesen kann, vermisse ich etwas", offenbarte der 57-Jährige am Dienstag in Dresden. Er habe immer ein Buch von ihm dabei - ganz egal wohin die Reise auch geht. Nach Dresden begleitete ihn das neue Kästner-Stück, das am 19. November in der Landeshauptstadt Premiere haben wird.

Sittler liebt außerdem die Art, wie er dem Publikum Kästner nahebringen darf. „Das geht ohne Rauch, Blitz und Donner. Ich sitze nur auf der Bühne und erzähle." Oft sehe er in den Gesichtern des Publikums die stumme Frage: „Wann greift er denn zum Buch und liest?" Und freut sich, wenn sich die Minen entspannen und sich die Zuschauer nur auf seine Stimme konzentrieren. Der Dresdner Schriftsteller war ihm natürlich schon vor der ersten Theaterproduktion bekannt. „Aber seitdem beschäftige ich mich intensiv mit seinem Werk." Wie schon beim Stück über die Kästner-Kindheit spielt Musik erneut eine besondere Rolle. Sittler wird gemeinsam mit sechs Musikern unter der Leitung des Komponisten Libor Sima auf der Bühne stehen. Die besondere Stimmung der 20er Jahre soll ein echtes Harmonium erzeugen. Und noch etwas ist neu: „Erstmals werden Text und Musik miteinander verwoben und nicht nacheinander präsentiert." Kästner-Gedichte werden als Songs aufgelegt. „Aber keine Angst, ich werde nicht singen", beruhigt Sittler. Nach der Dresden-Premiere in der Gläsernen Manufaktur wird Sittler mit dem Stück vier Monate auf Tournee in ganz Deutschland sein. Die Landeshauptstadt bleibt allerdings die einzige Station in Sachsen. „Wir wären auch gern nach Leipzig gekommen, das war aber terminlich nicht möglich." Und bereits vor der Premiere steht fest: Eine Kästner-Triolgie wird es nicht geben. Denkbar sei aber eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schauspieler und Regisseur Martin Mühleis, so Sittler. Und lacht, wenn er sich an die Situation erinnert, die die beiden Männer für „Vom Kleinmaleins des Seins" zusammenbrachte. „Wir wussten, wir wollten wieder etwas zusammen machen. Wussten aber nicht was. Nur soviel: Es sollte nicht wieder ein Monolog sein und nichts mit Kästner zu tun haben." Gut, dass das nicht geklappt hat.

Anne-Kathrin Sturm

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