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Weihnachten mit Mr. Scrooge

Mendelssohn-Saal Weihnachten mit Mr. Scrooge

Unter der Leitung seines Chefs Wilfried Thoss hat das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Leipzig gleich doppelt geladen, „Weihnachten mit Mr. Scrooge“ zu feiern: Am Mittwochabend für alle und am kommenden Morgen als Schulkonzert

Dirigent Wilfried Thoss

Quelle: MSL

Leipzig. „Das Orchester ist unschlagbar laut“, sagt Dirigent in den gut gefüllten Mendelssohnsaal hinein und lächelt ein wenig hinterhältig. Sollte es Unruhe in seinem Rücken gegeben haben, habe er es nicht gehört. Am Mittwochmorgen im Schulkonzert ist das mit der Unruhe im Auditorium so eine Sache. Am Dienstagabend aber zum ersten eigenen Weihnachtskonzert des Sinfonieschen Blasorchesters der Leipziger Musikschule, ist die Sorge unbegründet. Vom ersten Ton an gelingt es Thoss und seinen Truppenteilen, das Publikum zu fesseln. Was auch damit zusammenhängt, dass das beste Stück am Anfang steht: „Adventure“ von Markus Götz.

Hier stimmt wirklich alles. Mit sicht- und hörbarer Lust musizieren die Nachwuchsbläser sich durch die hemmungsfreien Breitwand-Emotionen des gut gemachten Satzes. Und es besteht keinerlei Veranlassung, dieses Sinfonische Blasorchester auf seine Lautstärke zu reduzieren. Gewiss, geben alle alles, ist der Pegel im Mendelssohnsaal baupolizeilich bedenklich. Aber die vielen Flöten, Oboen, Fagotte, Klarinetten, Saxofone, Trompeten, Posaunen, Hörner, Euphonien, Tuben ..., die eindrucksvolle Schlagwerk-Batterie, sie können auch anders. Schmeicheln etwa oder schwelgen, funkeln und leuchten – immer souverän zusammengehalten vom fabelhaften Thoss vorn und dem sensationellen Pauker hinten. Vor wenigen Wochen war das JBO mit diesem Abenteuer beim Wettbewerb in Zwickau, das Ergebnis bescheiden. Sollten die Leipziger da auch nur halb so gut gespielt haben wie nun, muss die Jury sich Fragen stellen lassen.

Fragen tun sich auch bei Matthias Bega gilt, der an diesem Abend als Sprecher die Hauptlast des Hauptwerks schultert: „Die Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens. Etwa die, warum er den „Tiny“, den kleinen Tim also, zum „Teenie“, zum über zehnjährigen Tim macht. Oder die, warum er gar so garstig schreit. Denn die plastische Koloristik, die Thoss und die Seinen aus dem ziemlich guten Stück herausholen, hätte auch sprachlich ein wenig Differenzierung gut vertragen.

Der Rest des Programms sind Bearbeitungen. Von einer ziemlich gelungenen von Teilen der Nussknacker-Suite bis zum nicht so gelungenen rustikal-humorigen Zitate- und Anspielungsraten der Weltreise mit Rentier Rudolph, vom Weihnachtsmedley bis zur Filmmusik des „Polar-Express“. Alles trotz mancher Bläschen mindestens gediegen, oft verdammt gut gespielt. Und nachdrücklich beklatscht vom Publikum mit weitläufigem Familienanschluss.

Von Peter Korfmacher

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