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Weltrekordversuch scheint geglückt: 60 Konzerte gleichzeitig in Leipzig

Notenspur Weltrekordversuch scheint geglückt: 60 Konzerte gleichzeitig in Leipzig

Alles was jetzt noch zum Weltrekord fehlt, ist Bürokratie. Nach Auskunft des offiziellen Rekordrichters sei der Versuch geglückt, in Leipzig 60 Hauskonzerte gleichzeitig zu veranstalten. Anlässlich des Jubiläums „1000 Jahre Leipzig“ hatte die Notenspur-Initiative zu dem Unterfangen aufgerufen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. 300 Mitwirkende, 60 Konzerte in 30 Leipziger Stadtteilen – das sind die Kennziffern des angestrebten Weltrekords in der Musikstadt an der Pleiße. Zur 1. Notenspur-Nacht der Hausmusik und anlässlich des Jubiläums zum 1000. der Stadt Leipzig wollten die Initiatoren um Werner Schneider am Samstagabend ins Guinness-Buch der Rekorde. Schneider ist Kopf des Leipziger Notenspur-Vereins und freute sich am Abend über die Vielfalt der Veranstaltungsorte: Egal ob Hauseingang, Wohnzimmer, Atelier oder Deutsche Nationalbibliothek – überall in der Stadt konnten die Besucher am Abend Musik genießen.

Dabei verzichteten die Macher auf große Namen. „Vom Musikschüler bis zum Gewandhausmusiker ist alles dabei“, sagte der Notenspur-Chef. Eine Gage erhielt keiner der Künstler. Denn die Aktion sollte zeigen, dass die Musikkultur in Leipzig lebendig und nicht nur den großen Konzertsälen vorbehalten ist. So war auch die Bandbreite der Musik von Klassik über Jazz und Pop bis hin zu Weltmusik Zeichen einer vielfältigen Musikmetropole.

Zur 1. Notenspur-Nacht der Hausmusik fanden parallel 60 Konzerte an den unterschiedlichsten Orten der Stadt statt: Wohnzimmer, Hauseingänge, Ateliers oder die Deutsche nationalbibliothek - alle boten sich als musikalische Bühne an. (Bilder: André Kempner)

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Den Rekordtitel der „meisten gleichzeitig stattfindenden Konzerte an verschiedenen Orten in einer Stadt“ konnte seit 2011 Ankara für sich in Anspruch nehmen. Vor vier Jahren waren es 41 bestätigte Auftritte in der türkischen Hauptstadt. Um die Eintragung ins Guinness-Buch zu schaffen, wurde der Abend vom Rekordinstitut für Deutschland (RID) überwacht. Rekordrichter Rolf Allerdissen aus Leipzig war mit vor Ort und dokumentierte den Ablauf. Für Schneider ist die Rekordmarke allerdings nur ein „i-Punkt, ein Sahnehäubchen“, wie er sagt. „Das war nicht der Grund für die Veranstaltung“, betonte der Professor. „Die Musik verbindet uns. Und das wollen wir an diesem Abend zeigen.“

Ob der Rekord gefallen ist, war am Samstagabend noch nicht letztgültig zu sagen. Noch dauert die Auswertung an. Allerdissen erklärte jedoch: „Einige Hausmusikorte habe ich stichprobenartig besucht.“ Zwar stehe eine abschließende Prüfung noch aus, am Abend ging er jedoch davon aus, „dass der Leipziger Rekordversuch geglückt ist.“ Die jeweiligen Gastgeber müssten noch ihre Protokolle ausfüllen und an die Ausrichter absenden. Erst danach könne die Zentrale in London den offiziellen Rekord verkünden.

joka/nöß

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