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"Wir haben viel bewirkt" - Wolf-Dieter Rost über die Arbeit des Wagnerkuratoriums

"Wir haben viel bewirkt" - Wolf-Dieter Rost über die Arbeit des Wagnerkuratoriums

Ein Jahr lang feiert die Stadt Leipzig den am 22. Mai 1813 hier geborenen Komponisten Richard Wagner. Um die Ausgestaltung der Feierlichkeiten kümmerte sich ein Kuratorium, dessen Geschäftführer der CDU-Landtagsabgeordnete Wolf-Dietrich Rost (60) ist.

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Wolf-Dietrich Rost, Geschäftsführer des Leipziger Wagner-Kuratoriums

Quelle: André Kempner

Mit Peter Korfmacher spricht er darüber, was nach dem Fest in der Stadt von Wagner bleibt.

Nach einer Woche Wagner auf allen Kanälen: Reicht es Ihnen jetzt mit seiner Musik?

Wolf Dietrich Rost: Nein, keineswegs! Meine Leidenschaft brennt noch so wie vorher, eher ist sie noch intensiver geworden, bin ich noch tiefer eingedrungen in sein Schaffen. Gerade der Schwerpunkt, den die Festtage auf Richard Wagners selten gespielte Frühwerke gelegt haben, hat mir neue Perspektiven eröffnet

Sind Sie Wagnerianer?

Wagnerianer? Nein das würde ich nicht sagen. Das klingt so einseitig. Ich sehe mich eher als Wagnerfreund. Ich habe einen durchaus klaren differenzierten Blick auf seine Persönlichkeit, aber uneingeschränkte Hochachtung vor seiner Genialität. Er ist unbestritten der größte Sohn der Stadt. Darum habe ich mir 2006 ernsthafte Gedanken gemacht, wie Leipzig sich im Jahr seines 200. Geburtstags würdig positionieren könnte. Mein Vorstoß traf im Kulturausschuss fraktionsübergreifend auf viel Zustimmung, und am 12. Dezember 2007, meinem Geburtstag, hat der Stadtrat, um die Potenziale, Kompetenzen und Möglichkeiten der Stadt zu bündeln, die Gründung des Kuratoriums beschlossen, dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer ich wurde. Mein persönlicher Anspruch war, den Geburtstag so vielfältig wie möglich zu begehen. Ich denke, dass uns das sehr gut gelungen ist. Daher gilt mein besonderer Dank der Oper, dem Gewandhaus, der Leipzig Tourismus Marketing, den Museen, dem MDR und den Wagner-Vereinen für ein tolles Programm.

Die Wagner-Festtage sind Geschichte, löst das Kuratorium sich nun auf?

Noch nicht sofort, das Wagner-Jahr läuft ja noch, und auch viele der insgesamt über 150 Veranstaltungen stehen noch vor uns.

Und dann? Was bleibt vom Wagner-Jahr, das sich die Stadt immerhin 573000 Euro hat kosten lassen?

Ich glaube, wir haben viel bewirkt: Mit dem Programm des Wagner-Festjahres müssen wir uns vor den anderen Wagner-Städten nicht nur nicht verstecken, sondern untermauern nachhaltig unseren Anspruch, künftig in der weltweiten Erbepflege von Leipzigs größtem Sohn wieder in der ersten Reihe zu stehen. Leipzig wird international wieder als Wagner-Stadt wahrgenommen. Die Aufführungen haben viele interessiert, Gäste von überall her, aber auch die Leipziger. Da ist etwas in Bewegung gekommen. Diesen Schwung müssen wir nun in die Zukunft mitnehmen.

Ulf Schirmer, der Intendant der Oper Leipzig denkt darüber nach, die Wagner-Produktionen seines Hauses im Spielplan künftig zu bündeln und eine jährliche Wagner-Festwoche anzubieten. Was halten sie von dieser Idee?

Das würde ich sehr begrüßen. Ohnehin hat sich die Bestellung Ulf Schirmers zum Intendanten der Oper Leipzig als Glücksgriff erwiesen. Mit seinem in Sachen Wagner doch sehr reservierten Vorgänger Alexander von Maravic wäre es schwierig geworden, die Festtage auf dem Niveau hinzubekommen, wie es uns nun gelungen ist. Schirmers Herangehensweise, die immer das Publikum im Auge behält, die Kunst und ihre Wirkung und Akzeptanz als Einheit betrachtet, hat die Oper in kürzester Zeit zurück auf die Erfolgsspur gebracht. Und wenn er sich künftig noch verstärkt um die Wagner-Pflege in Leipzig kümmert, und seine Aktivitäten so bündelt, dass sie sich überregional besser vermarkten lassen, kann auch die Wagnerstadt Leipzig davon nur profitieren.

@www.richard-wagner-leipzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Peter Korfmacher

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