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Zeit zu funken – D21 Kunstraum zeigt Ausstellung „Funk Now!“

Zeit zu funken – D21 Kunstraum zeigt Ausstellung „Funk Now!“

Wer bei dem Motto „Funk Now!“ sofort an Musik denkt, kann sich im D21 Kunstraum in der Demmeringstraße 21 eines Besseren belehren lassen. Vom 19. August bis 5. Oktober präsentieren D21 Kunstraum und Radio Blau dort eine Ausstellung, bei der sich alles um Radiowellen dreht.

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Der japanische Radiokünstler Tetsuo Kogawa zeigt in einem Workshop, wie man einen Micro-Sender baut.

Quelle: PR

Leipzig. Seit ihrer Entdeckung haben Radiowellen eine Faszination auf die Menschen ausgeübt. Durch die Pluralisierung der Medien und die Vernetzung des Alltags kann heute fast jeder zum Sender solcher Wellen werden. Die Ausstellung beleuchtet Künstler und Kunstkollektive, die die neuen Technologien nutzen, um sich mit sozialen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

Der japanische Performancekünstler Tetsuo Kogawa beschäftigt sich in seiner Arbeit vor allem mit selbst gelöteten FM-Transmittern, die es jedem erlauben, einen eigenen Radiosender zu betreiben. In einem Workshop am 28. August wird Kogawa allen Interessierten zeigen, wie man einen Micro-Sender baut. Außerdem wird er eine Lecture-Performance „From free radio to radio art“ und auf Radio Blau eine „Radioparty“ veranstalten.

Selber aktiv werden

Wer selbst eine Sendung auf Radio Blau gestalten will, kann bei dem Projekt „Radio Interpellation“ der Gruppe LIGNA mitmachen. Dabei können die Teilnehmer mit zwei Lautsprechern, die mit einem Rucksack durch die Stadt getragen werden, den öffentlichen Raum akustisch einfangen. Sie können in den Stadtraum intervenieren, Diskurse verstärken, die sonst ungehört bleiben, oder die Straße akustisch verfremden. In Workshops wird LIGNA die Technik vorstellen und mögliche Sendungen diskutieren.

Bei „Funk Now!“ wird auch eine Arbeit des neuseeländischen Künstlers Julian Priest zu sehen sein, die sich mit der Radiofrequenzbelegung in verschiedenen europäischen Ländern beschäftigt. Michelle Teran aus Kanada zeigt die Videoinstallation „17 CITIES“, ein Zusammenschnitt von Funkbildern aus 17 Städten. Wer eine Videokamera oder ein Babyphone mit Kameraübertragung verwendet, sendet Bilder aus, die von jedem mit der entsprechenden Technik empfangen werden können. Das hat sich die Künstlerin zunutze gemacht und zwischen 2003 und 2008 solche Bilder eingefangen.

Die Vernissage findet am kommenden Mittwoch um 19 Uhr mit einem Vortrag von Michelle Teran statt. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 13 bis 19 Uhr. Die Termine der Workshops stehen im Internet unter: www.d21-leipzig.de.

noe

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