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Dresden. „Das Leben ist zu lang", die neue Komödie von Dani Levy, hat am Mittwochabend ihre Dresden-Premiere gefeiert. Drei von vier angekündigten Stars schafften es auf den roten Teppich der Landeshauptstadt.

Neben Regisseur Levy („Alles auf Zucker") posierten Hauptdarsteller Markus Hering („Whisky mit Wodka") und Schauspielerin Yvonne Catterfeld („Gute Zeiten, Schlechte Zeiten") vor der Silhouette der Dresdner Altstadt und beantworteten Fragen zum Film. Elke Sommer konnte wegen Terminschwierigkeiten nicht dabei sein, so die Veranstalter der Filmnächte.

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Dresden. "Das Leben ist zu lang", die neue Komödie von Dani Levy, hat am Mittwochabend ihre Dresden-Premiere gefeiert. Drei von vier angekündigten Stars schafften es auf den roten Teppich der Landeshauptstadt. Neben Regisseur Levy posierten Hauptdarsteller Markus Hering und Schauspielerin Yvonne Catterfeld vor der Kulisse der Dresdner Altstadt und beantworteten Fragen zum Film. Elke Sommer konnte wegen Terminschwierigkeiten nicht dabei sein, so die Veranstalter.

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Im Mittelpunkt des Films steht die Geschichte des jüdischen Filmemachers Alfi Seliger, bei dem es privat, beruflich und finanziell den Bach runtergeht. Selbst ein theatralischer Selbstmordversuch geht schief. Als der Protagonist aus dem Koma erwacht, findet er sich in einer verdrehten Realität wieder. Wo ist die Wirklichkeit und wo ist der Film, lautete deshalb die alles bestimmende Frage des Abends.

Vor Filmbeginn kam Christoph Arendt („Zeitmagazin") mit Regisseur und Schauspielern ins Gespräch. Das Publikum hatte seinen Spaß an dem Wortwechsel. „Die Parallelen von mir und der Hauptfigur Alfi Seliger kennt nur meine Frau. Wenn die jetzt hier wäre, würde sie sich für mich fremdschämen," scherzte Levy in den ersten Sätzen. Der Drehbuchautor blieb nicht nur charmant humoristisch, sondern auch ehrlich: „Der Film ist auf eine Art persönlich: Ich hab bestimmte Geheimnisse, Anekdoten und Erfahrungen zur Verfügung gestellt. Ansonsten ist Alfi Seliger eine fiktive Verliererfigur, die ich nicht bin!" Zum Filmteam gehörten auch Levys Tochter und sein Patenkind. „Als meine Tochter spitz kriegte, dass ich einen neuen Film drehe, hat sie mir wochenlang beim Gut-Nacht-Sagen in den Ohren gelegen, sie wolle mitspielen. Schließlich hab ich sie mit zu Probeaufnahmen genommen." Vom guten Ergebnis sei er als Regisseur und Vater überrascht gewesen. Ganz neue Erfahrungen machte auch Yvonne Catterfeld. Für die Komödie über die deutsche Filmszene lernte sie einen Kopfsprung in den Pool. Aller Anfang ist schwer, ließ sie durch das Wort „Bauchklatscher" durchblicken. Die Motivation für den Film blieb: „Mich hat das Drehbuch begeistert. Ich liebe realistische Familienthemen mit tollen Dialogen", erzählte Catterfeld. Auch der Hauptdarsteller Markus Hering stand mit Witz und Offenheit Rede und Antwort. „Ich bin ja relativ spät in die Produktion eingestiegen. Finanzierung und Cast standen schon, offensichtlich fehlte nur der Hauptdarsteller", erinnerte er sich. Nachdem Levys Produzentin in München die Premiere von Andreas Dresens „Whisky mit Wodka" mit Hering in einer Hauptrolle gesehen hatte, rief sie ihren Regisseur an: ‚Da ist jemand, der könnte genau diesen Loser spielen.'" Das wäre ein großes Kompliment gewesen, lachte Hering. „Ich spiele gerne Verlierer, dessen eigene Wahrnehmung mit der äußeren Wahrnehmung zusammenpassen, oder die sich für Verlierer halten. Da ist immer viel Futter für Tragikkomik." Hauptdarsteller Hering mischte sich während der Premiere auch unter die 1500 Zuschauer. Er war von der Kulisse und dem Dresdner Publikum, das nach dem Abspann kräftig applaudierte, begeistert. Und das Publikum vom Film. „Es war mal anders", freute sich eine junge Dresdnerin nach der Vorstellung. „Ich finde mittelschwarzen Humor sehr nett, konnte viel lachen und denke, dass man beim zweiten Mal Anschauen noch viel im Film entdecken kann. Zwischendurch ist die Handlung qualitativ ziemlich abgestürzt. Dass der Regisseur eine so große Rolle im Film spielt, geht eigentlich gar nicht. Aber ich denke, dass ist mutig und witzig."

Auch Oli Hess aus Dresden hat die Premiere gefallen. „Er war so ähnlich wie ich ihn erwartet hatte, ein bisschen schrullig. Dass man am Schluss ein bisschen im Unklaren gelassen wurde, hat mir gefallen. Es waren einige Szenen dabei, die ich super witzig fand. Ich würde den Film noch mal gucken."

Lustig und verdreht, so lautete auch das Urteil von Stefan Müller. „Der Schluss war etwas verworren. Wahrscheinlich muss man den Film ein zweites Mal sehen, um ihn zu verstehen. Ich konnte trotzdem gut lachen."

Sandra Hohlfeld / ast

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