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splash! sorgt für Schwung in der Kiste

Hip-Hop-Festival splash! sorgt für Schwung in der Kiste

Drei Tonnen Stahl und ein fulminantes Line-Up: Vom 8. bis 10. Juli feierten die Fans ihr Hip-Hop-Festival splash! in Ferropolis. Die 19. Ausgabe war seit Monaten ausverkauft und schenkte 22 000 Menschen ein unvergessliches Wochenende, da aus der deutschen und auch internationalen Hip-Hop-Szene einiges aufgefahren wurde.

Unvergessliches Wochenende für 22 000 Menschen. Die Main Stage beim splash! in Ferropolis.

Quelle: Sarah Englisch

Leipzig. Wenn wieder viel Grünes die Luft schwängert, die Hände (oder Mittelfinger) im Takt mit wippen und die goldene Winkekatze grüßt, weiß man ­­­­– das splash! hat wieder seine Pforten geöffnet. Ferropolis, ein alter Tagebau im südlichen Zipfel von Sachsen-Anhalt, dient als Location, neben den riesigen Stahlkolossen wurde an drei Tagen jede Form der Hip-Hop-Kultur zelebriert. Die 19. Ausgabe des Festivals war seit Monaten ausverkauft und schenkte 22 000 Menschen ein unvergessliches Wochenende, da aus der deutschen und auch internationalen Hip-Hop-Szene einiges aufgefahren wurde.

Auf den fünf Bühnen spiegelt sich die großartige Vielfalt der Szene wider – von Trap bis Grime über Cloud-Rap ist dort alles vertreten. Ein kleiner Discofloor mit Musik der 70er und zahlreiche DJs sorgen in dem bunten Beatgemisch für noch mehr Facettenreichtum. Abseits des Festivaltrubels kann man sich auch nach alter Hip- Hop-Manier mit Taggen und Grafitti austoben. Im Creative Camp stehen dazu ein paar Wände zur Verfügung.

Am Freitag, dem ersten offiziellen Festivaltag, gleich das erste Highlight: Wiz Khalifa auf der Main-Stage. Der US-Rapper begeistert die tanzende Menge mit Hits wie „Black And Yellow“ und „Young, Wild & Free“. Über eine Stunde macht der Künstler, der eigentlich Cameron Jibril Thomaz heißt, sein Publikum glücklich. Am gleichen Tag gibt sich der Vertreter des gepflegten deutschen Penner-Rap, Karate Andi die Ehre, sein Motto während der ganzen Show – „saufen, saufen saufen“. Deshalb legt Andi auch kurzerhand zwei Bierpausen ein, um eine Runde Freibier an seine Fans zu verteilen.

Ganz passend zu seinen Texten, die sich vor allem auf sein Tages- oder auch Lebensmotto beziehen, als auch auf Spielautomaten und bewusstseinsbeeinflussende Substanzen. Die Rapperin Angel Haze schießt am selben Abend ihre Lines förmlich auf ihre düsteren Beats und erzählt den Zuhörern von ihrer harten Kindheit und Jugend in Detroit.

Das Line-Up am Samstag sorgt bei Deutschrap-Fans für Herzflattern, viele Größen der nationalen Szene nehmen das Mikro in die Hand. Nach Eko Fresh und Celo & Abdi feiern Coup Premiere. Coup besteht aus den Rappern Haftbefehl und Xatar, sie lassen die Beats und Lines aus dem kommenden Album „Der Holland Job“ erklingen. Brachiale Bässe, harte Texte, flammende Bengalos, die beiden Babos haben Lust auf das im August erscheinende Werk gemacht.

„Beste Hip-Hop-Band der Welt“, „der beste Drummer der Welt“, „der beste Live-Rapper“ ­­­­–The Roots gelten bei vielen als die ultimative Hip-Hop-Crew, die Superlative nehmen im Zusammenhang mit ihnen kein Ende – und das vollkommen zu recht. Die Musiker, die seit 25 Jahren im Rap-Business sind, verbinden in ihrer Musik Elemente des Jazz-Funk und Hip-Hop und kreieren so ihren ganz eigenen Soundteppich.

Aber auch am Sonntag kommen die Fans des deutschen Rap auf ihre Kosten. Edgar Wasser, begnadeter Storyteller aus München, punktet mit Witz und guten Wortspielen beim Publikum und holt sich viele seiner Kollegen mit auf die Bühne, unter anderem seinen Bruder im Geiste Fatoni und den schwäbischen Wortakrobaten Maeckes. Letzterer überzeugt auch auf der Main Stage mit Eloquenz und bestechenden Tanzeinlagen und gibt Texte mit Herz und Verstand auf die Ohren. Bei ihm sind als Überraschungsgäste die Bandkollegen von Die Orsons Tua und Plan B, um ein paar basslastige Hits zu schmettern und ordentlich „Schwung in die Kiste“ zu bringen.

Drei Ikonen des Deutsch Rap kehren nach längerer Abstinenz zurück und zeigen auf der Main Stage, dass sie nichts verlernt haben: die Hamburger Jungs aus der Rap-Formation Die Beginner. Neben ihren erfolgreichsten Tracks spielen sie zusammen mit dem Hamburger Gzuz ihr letztes gedropptes Lied „Ahnma“. Die neuen Tracks von den Beginnern liefern ganz viel Bass und Bounce-Garantie und sind auf jeden Fall „hammerhart“. So sorgen die drei neben Tonnen von Stahl für ein fulminantes Ende des 19. splash!-Festivals.

Von Sarah Englisch

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