Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Berliner Autobombe: Hintergrund wohl Fehde im Kokainhandel

Explosionen Berliner Autobombe: Hintergrund wohl Fehde im Kokainhandel

Es klingt wie im Film: Unbekannte deponieren in Berlin einen Sprengsatz unter einem Auto, der den Fahrer in den Tod reißt. Mittlerweile ist klar: Es könnte sich um einen Vergeltungsschlag handeln - die Spur führt ins Drogenmilieu.

Zerstörtes Auto in Berlin-Charlottenburg: In dem Wagen ist es während der Fahrt zu einer Explosion gekommen. Der Fahrer starb.

Quelle: Paul Zinken

Berlin. Nach dem Tod eines Autofahrers durch einen Sprengsatz in Berlin vermuten die Ermittler einen Racheakt im Drogenmilieu. "Wir gehen davon aus, dass der Hintergrund im Bereich des Kokainhandels lag", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner.

Ein 43-Jähriger war am Dienstagmorgen während einer Autofahrt in Berlin-Charlottenburg bei einer Explosion getötet worden.

Der Ermittlungsbehörde zufolge war der 43-Jährige wegen Drogen- und Falschgelddelikten sowie illegalen Glücksspiels bei der Polizei bekannt. Zudem soll der Mann vor einiger Zeit in Polen wegen eines Drogendelikts inhaftiert gewesen sein.

Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass es bei dem möglichen Racheakt um ein verpatztes Drogengeschäft gegangen sein könnte. Der Anschlag könne auch einem daran beteiligten Freund des Opfers gegolten haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht. "Wir haben keine konkreten Hinweise darauf, dass jemand anderes im Visier stand."

Laut Obduktionsbericht starb der 43-Jährige an einem Explosionstrauma. Die Beine des Mannes wurden nach Angaben der Ermittlungsbehörde so schwer verletzt, dass er am Tatort verblutete. Am Mittwoch begannen Ermittler mit Vernehmungen von Menschen aus dem Umfeld des Opfers und von Zeugen des Vorfalls.

Die Täter suchten mit dem Mordanschlag nach Ansicht eines Polizeigewerkschafters bewusst die Öffentlichkeit: "Sie wollten damit ein Zeichen setzen", sagte Norbert Cioma, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der Polizei (GdP), im Inforadio des RBB.

Wie der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, sagte, ist es schwer, innerhalb der Organisierten Kriminalität zu ermitteln, da die Beamten in "abgeschottete Welten" eindringen müssten. Dazu fehle es an Personal. Laut Statistik gebe es jedes Jahr in Deutschland etwa 600 Fälle Organisierter Kriminalität. Schulz: "Das heißt nicht, es gibt nur 600 Fälle, sondern da ist die Kapazitätsgrenze der Polizei erreicht."

Der Berliner SPD-Politiker Tom Schreiber forderte, Polizei und Justiz müssten in dem Bereich dringend aufrüsten und mehr Personal einsetzen. "Die Ermittler sind seit Jahren frustriert, weil sie nicht genug Leute und politische Rückendeckung haben."

dpa

Berlin., Bismarkstraße 52.51186 13.309328
Berlin., Bismarkstraße
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016: Alle Informationen zu Programm und Ticketverkauf sowie News zum Open-Air-Event. mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Sommerbühne Leipzig
    Mikrologo Arena am Panometer

    Vom 3. bis 17. Juli 2016 bietet die Sommerbühne in der Arena am Panometer ein volles Open-Air-Programm mit Musik, Theater und Lesungen. Das komplet... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und weitere asisi-Projekte in Dresden, Berlin und anderen Städ... mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Die Sonderausstellung "WissenSchaf(f)t Sammlungen" zeigt aktuell im Grassi Museum für Musikinstrumente und im Ägyptischen Museum einzelne Objekte aus der Lehrschausammlung der Universität Leipzig. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr