Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 15 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
MH370-Fall: UN-Luftfahrtbehörde verschärft Regeln

Luftverkehr MH370-Fall: UN-Luftfahrtbehörde verschärft Regeln

Hätte der verschwundene Flug MH370 mit besserer Technik gefunden und das bittere Drama für die Angehörigen verhindert werden können? Zwei Jahre nach dem mysteriösen Vorfall zieht die UN-Luftfahrtbehörde Konsequenzen.

Voriger Artikel
Kind berichtet von unsittlicher Berührung in Kölner Bad
Nächster Artikel
BKA-Chef warnt vor Überschwemmung des Markts mit neuen Drogen

Momentaufnahme von der Suchaktion im März 2014. Als Reaktion auf das damalige Geschehen führt die UN-Luftfahrtbehörde strengere Regeln ein.

Quelle: Luong Thai Linh

Montreal. Zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der Malaysia-Airlines-Maschine von Flug MH370 will die UN-Luftfahrtbehörde ähnliche Vorfälle mit strengeren Regeln verhindern.

Dazu gehört: Passagierflugzeuge müssen künftig Ortungsgeräte an Bord haben, um die Lage einer Maschine im Notfall im Minutentakt zu übermitteln. Die Rekorder sollen Stimmen im Cockpit nun bis zu 25 Stunden aufzeichnen, um alle Phasen eines Fluges festzuhalten. Familien chinesischer Passagiere reichten unterdessen eine millionenschwere Klage ein.

Die neuen Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO sollen ab sofort und spätestens bis zum Jahr 2021 umgesetzt werden. Mit ihnen könne eine Unfallstelle umgehend in einem Umkreis von sechs Seemeilen geortet werden, sagte ICAO-Ratspräsident Olumuyiwa Benard Aliu laut der Mitteilung vom Montag im kanadischen Montreal. Ermittler kämen zudem schneller an die Flugschreiberdaten. Such- und Rettungsaktionen würden günstiger.

Die Malaysia-Airlines-Maschine verschwand am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar. Das Wrack wird im Indischen Ozean vermutet. Im Juli 2015 war auf La Réunion vor Südostafrika ein Bruchstück angespült und als Teil von MH370 identifiziert worden. Ob ein weiteres, kürzlich in Mosambik angespültes Trümmerteil zu MH370 gehört, wird noch geprüft. Gleiches gilt für ein weiteres Fundstück, das auf La Réunion entdeckt wurde.

Familien chinesischer Passagiere reichten in Peking unterdessen eine millionenschwere Entschädigungsklage ein. Angehörige von zwölf Opfern klagten gegen die Flugzeug- und Triebwerkshersteller Boeing und Rolls Royce, die Fluggesellschaft sowie den deutschen Versicherer Allianz, wie ihr Anwalt Zhang Qihuai am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sie fordern umgerechnet etwa 1,4 bis 9,8 Millionen Euro pro Passagier. Die Höhe der Entschädigung habe der Anwalt festgelegt.

Dem Juristen zufolge wollen die Familien für die "schlechte Suche in der Anfangsphase", den Verlust der Angehörigen, emotionalen Stress und für Gerichts- und Anwaltskosten entschädigt werden. Zudem werde in der Klage auch Aufklärung über den Flug, den Verbleib der Maschine und der Passagiere sowie über die Unglücksursache gefordert. Von den 239 Passagieren an Bord waren 153 chinesische Staatsbürger.

Viele Familien glauben, dass ihre Angehörigen noch leben, und zögerten, ob sie trotzdem die Entschädigungsklage einreichen sollten. Sie hatten dazu die letzte Chance am Tag vor Ablauf der international geltenden Frist, dem zweiten Jahrestag der bisher ungeklärten Katastrophe.

Exakt am zweiten Jahrestag des Verschwindens von Flug MH370 legen internationale Ermittler einen neuen Zwischenbericht vor. Ihre Aufgabe ist es, die Ursache des Unglücks zu klären. Da die Maschine aber weiter verschollen ist, konnten sie weder ein Wrack begutachten noch Blackboxen auswerten, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen. Deshalb werden allenfalls neue Erkenntnisse erwartet, die sich aus der Untersuchung der Flügelklappe ergaben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und weitere asisi-Projekte in Dresden, Berlin und anderen Städ... mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Moderne Geschichtsreise: Das wieder eröffnete "Forum 1813" gibt neue Einblicke in die Ereignisse zwischen 1806 und 1813. Die Schau! des Monats August hilft, Befreiungskriege und Völkerschlacht besser zu verstehen. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr