Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung 25-Millionen-Euro-Gymnasium im Leipziger Westen: SPD wettert gegen Schneckentempo
Leipzig Bildung 25-Millionen-Euro-Gymnasium im Leipziger Westen: SPD wettert gegen Schneckentempo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 19.02.2014
An der Karl-Heine-Straße im Leipziger Westen soll ein neues Gymnasium entstehen. Derzeit befindet sich noch die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Uni auf dem Gelände. Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig

An der Karl-Heine-Straße 22b soll deshalb für 25 Millionen Euro ein neuer Standort entstehen. Die SPD-Fraktion macht Dampf: Ihr geht der Ausbau nicht schnell genug voran.

Das historische Ensemble wurde 1928/29 von Stadtbaurat Hubert Ritter als Höhere Mädchenschule errichtet. Der Denkmalschutz zählt den Komplex im Stil der Neuen Sachlichkeit zu den herausragenden Schulbauten Leipzigs im 20. Jahrhundert. Im Norden grenzt das knapp 20.000 Quadratmeter große Gelände an den Palmengarten. Von der Straße aus wird es über eine malerische Luppe-Brücke erschlossen. Diese muss ebenso erneuert werden wie die bestehenden vier Gebäude. Für den Schulbetrieb sind eine Dreifeldsporthalle und weitere Gebäude geplant, wo künftig 1120 Schüler in 40 Klassen unterrichtet werden sollen.

Leipzig. Mehr als 12.000 Kinder schlagen in Leipzig den Weg zum Abitur ein. Die Gymnasien platzen jetzt schon aus allen Nähten, und zum kommenden Schuljahr ist die Kapazität erschöpft. An der Karl-Heine-Straße 22b soll deshalb für 25 Millionen Euro ein neuer Standort entstehen. Die SPD-Fraktion macht Dampf: Ihr geht der Ausbau nicht schnell genug voran.
Nicht vor 2018 werden die ersten Kinder wohl dort ihre Federmappen auspacken. Zwar soll das Ergebnis des Architektenwettbewerbs in diesem Jahr vorliegen, und Abbrucharbeiten von Baracken könnten auch bald beginnen. Doch die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Uni Leipzig ist noch bis Ende 2015 in der Karl-Heine-Straße eingemietet.

Vor-Interim: Eltern sollen bald Klarheit haben

„Wir können den Umbau nicht im Schneckentempo angehen“, sagt Ute Köhler-Siegel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Stadtrat. In der Märzsitzung bekommen die Stadträte die Pläne von Sozial- und Baudezernat auf den Tisch.

Ute Köhler-Siegel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Quelle: Wolfgang Zeyen

Schon jetzt signalisieren die Sozialdemokraten, dass die Not zu groß für einen langen Geduldsfaden ist: Bis spätestens Herbst 2014 müssten die Eltern in den umliegenden Stadtvierteln erfahren, wann und wo ein Vor-Interim für die neue Schule eingerichtet wird, so die Forderung. Sie schlagen außerdem eine Ausrichtung mit dem Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) vor.

In Leipzig standen im vergangenen Schuljahr 21 Gymnasien zur Verfügung. Die Kommune ist derzeit Träger von 16 Einrichtungen. Lindenau und das angrenzende Plagwitz gehören zu den wachsenden, bei Kreativen und Familien gleichermaßen begehrten Wohnvierteln. Um den vielen Kindern wohnortnah ein breites Schulangebot bieten zu können, ist auch das Jahrtausendfeld als weiterer neuer Standort geplant.

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Universität Leipzig sendet angesichts der massiven Sparzwänge einen Hilferuf an die Politik. Rektorin Beate Schücking fordert von den ehemaligen Absolventinnen Angela Merkel und Johanna Wanka (beide CDU) mehr politische Unterstützung.

19.02.2014

Die Universität Leipzig ist wie alle sächsischen Hochschulen auf das Einwerben von Drittmitteln angewiesen. Wie aus dem Bericht des Statistischen Bundesamtes zu „Monetären hochschulstatistischen Kennzahlen“ hervorging, sind die Mittel, die der Freistaat für jeden Studierenden aufwendet, seit 2006 von 6800 Euro im Jahr auf 6350 Euro (2011) zurückgegangen.

18.02.2014

Die Universität Leipzig wird sich in Zukunft auf neun statt bislang sechs Forschungsbereiche konzentrieren. Diese binden zu etwa gleichen Teilen Natur-, Geistes und Lebenswissenschaften ein, teilte die Hochschule am Dienstag mit.

18.02.2014
Anzeige