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Arktische Überflieger: Leipziger Forscher auf Expedition

Arktische Überflieger: Leipziger Forscher auf Expedition

Mit reicher Forschungsausbeute und vielen Eindrücken sind Experten des Leipziger Uni-Institutes für Meteorologie (LIM) jetzt aus polaren Gefilden heimgekehrt. Mehr als fünf Wochen waren die Fachleute zusammen mit Kollegen anderer deutscher und französischer Wissenschaftseinrichtungen bei einer groß angelegten Messkampagne in der kanadischen Arktis unterwegs.

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Das von Uni-Professor Manfred Wendisch geleitete Wolkenforschungsteam vor der Maschine Polar 6 im kanadischen Inuvik.

Quelle: Expedition

LIM-Direktor Professor Manfred Wendisch leitete das Unternehmen. Schon vor zwei Jahren koordinierte er eine Expedition im gleichen Zielgebiet. Damals diente die Propellermaschine Polar 5 des in Bremerhaven ansässigen Alfred-Wegener-Institutes als fliegende Basis, diesmal war nicht nur sie, sondern auch die baugleiche Polar 6 im Einsatz. Im Bauch und außenbords hatten die Flugzeuge diverse Hightech-Geräte, mit denen Wolken nach allen Regeln der Kunst sondiert werden konnten. Darunter ein sogenanntes Holographie-Instrument, das mit einem einzigen Laserimpuls massenweise Tröpfchen und Eiskristalle detektiert.

Ziel der aufwändigen Expedition war es, mehr Informationen über das arktische Klima zu gewinnen. Denn bisher sind die ihm zu Grunde liegenden komplexen Mechanismen längst nicht umfassend verstanden. Vor allem der Einfluss der Wolken auf das polare Klimageschehen gibt noch Rätsel auf. "Durch den hellen Untergrund und den spezifischen Sonnenstand wirken sie im Gegensatz zu Wolken in Mitteleuropa eher erwärmend als kühlend", erklärt André Ehrlich vom LIM. Hinzu kommt, dass sie sowohl Tröpfchen als auch Eiskristalle intus haben. Die Folge sind veränderte Strahlungseigenschaften.

Bei der von langer Hand geplanten Mission mussten sich die Wissenschaftler anfangs etwas in Geduld fassen. Wegen schlechten Wetters verzögerte sich die Ankunft der beiden Flugzeuge in Inuvik, jenem Ort 200 Kilometer nördlich des Polarkreises, in dem das Team - wie schon 2012 - Quartier bezogen hatte. Sturm, Schneefall, Nebel und heftige Temperaturschwankungen setzten der Expedition zu. Trotz der wechselhaften meteorologischen Bedingungen stiegen die Maschinen 30-mal auf, oft brummten sie im Duett über die Beaufortsee, einem Teil des Nordpolarmeeres. Anfangs war die nach dem englischen Hydrographen Francis Beaufort (1774-1854) benannte See zugefroren, Mitte Mai zeigten sich aus der Vogelperspektive dann Risse in der Eisdecke.

Agiert wurde in großer Höhe, aber auch im Tiefflug, dann mussten die Wissenschaftler für den Fall der Fälle ihre Überlebensanzüge anlegen. Begleitet wurden sie zeitweise von einem ZDF-Filmteam. Für Wendisch war es nicht die erste mediale Begleitung. Schon bei einem früheren Forschungsausflug in die Arktis waren Kameraleute dabei. Heraus kam der Film "Die rätselhafte Welt der Wolken."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2014

Mario Beck

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