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Bildung Auf der Suche nach der gesunden Bratwurst
Leipzig Bildung Auf der Suche nach der gesunden Bratwurst
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20:08 19.05.2015
Forscher wollen versuchen, die Bratwurst gesünder zu machen. Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Traditionelle Thüringer Roster könnten bald in eine gesündere Alternative umgewandelt werden. „Dabei geht es sprichwörtlich um die Wurst“, scherzt Peggy Braun von der Universität Leipzig. Die Wissenschaftlerin hat das neue, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte, Projekt mitinitiiert. An dem Pilotprojekt, namens „nutriCARD“, beteiligen sich die Universitäten aus Jena, Halle und Leipzig.

Wenn die Temperaturen in den warmen Sommermonaten steigen, wird in vielen mitteldeutschen Gärten wieder der Grill angeworfen. Neben Tomaten, Brot und Fisch darf natürlich auch nicht das Fleisch fehlen, besonders Roster. Wer aber in großen Mengen die gesättigten Fettsäuren der Bratwürste konsumiere, riskiert laut dem Forschungsverbund „nutriCARD“ ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Gefährdung könnte dank dem Forscherverbund zukünftig Vergangenheit sein.
In erster Linie werden die Wissenschaftler daran arbeiten, tierische Fette fast vollständig durch pflanzliches Eiweiß oder Ballaststoffe zu ersetzen. Geschmacklich sollte die „neue“ Bratwurst aber durchaus mit dem Original mithalten können. Insgesamt könnte eine solche Variante nicht nur gesünder in Bezug auf den Fettanteil sein, sondern auch einen geringeren Kaloriengehalt bergen.

Im zweiten Schritt wollen die mitteldeutschen Forscher dann Versuche an Zellen, Tieren und Menschen vornehmen. Diese sollen zeigen, inwiefern die gesättigten Fettsäuren der Bratwurst Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Im dritten Schritt werden die Forscher an einer Strategie feilen, wie das Projekt am besten öffentlich kommuniziert werden könne. Ziel sei es, durch die theoretischen Erkenntnisse langfristig den Ernährungs- und Lebensstil der deutschen Bevölkerung zu verbessern. Bei Erfolg soll dieses neue Konzept – bevorzugt in Kindertagesstätten und Schulen – eingeführt werden.

„NutriCARD“ wird vom BMBF in den ersten drei Jahren mit knapp fünf Millionen Euro gefördert. Es ist ein Teil des Aktionsplans „Präventions- und Ernährungsforschung: Forschung für ein gesundes Leben“ der Bundesregierung. Ist der Versuch mit der Bratwurst erfolgreich, könnten auch Milchprodukte, Backwaren, Snacks sowie Fertiggerichte bald gesünder werden.

Melanie Steitz

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