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Bildung Aus eins mach zwei: Leipzigs boomende Südvorstadt bekommt weitere Grundschule
Leipzig Bildung Aus eins mach zwei: Leipzigs boomende Südvorstadt bekommt weitere Grundschule
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13:47 08.09.2011
Blick auf den geplanten Neubau der 3. Grundschule in Leipzigs Südvorstadt. Quelle: JSWD Architekten Köln
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Leipzig

Lange Zeit verharrte das insgesamt 16,7 Millionen Euro teure Projekt in der Wartestellung, weil notwenige Fördermittel aus Dresden nicht zu haben waren. Nun ist der Weg aber offenbar frei. Nach Angaben der Stadtverwaltung fließen im kommenden Jahr sechs Millionen Euro aus dem „Förderprogramm Schulausbau“ des Freistaates in die Messestadt. In den Bau-Jahren danach sei ebenfalls mit den benötigten Zuschüssen zu rechnen, erklärte Fabian. Bis zum Schuljahresbeginn 2014 soll der vom Kölner Architekturbüro JSWD geplante, mit einer Dreifeld-Sporthalle ausgestattete und direkt neben der alten Schule Platz findende Neubau dann fertig sein und fünf Klassenzüge pro Schuljahr aufnehmen können.

Aufgrund der regelrecht sprunghaft angestiegenen Geburtenraten im Leipziger Süden in den vergangenen Jahren werden darüber hinaus noch weitere Bildungs-Kapazitäten benötig, erklärte Fabian: „Die Zahlen sind hier deutlich höher, als unsere Prognosen das erwartet haben.“ Deshalb werde auch das alte Gebäude nebenan bis zum Sommer 2016 für 7,2 Millionen Euro saniert und als zusätzliche Grundschule für die Südvorstadt zur Verfügung stehen. Insgesamt erhöhe sich die Kapazität im Einzugsgebiet damit von vier auf bis zu neun Klassenzüge, erklärte Fabian. Längerfristig sei zudem auch in Richtung Connewitzer Grundschule noch eine Aufstockung der Plätze angedacht.

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Zur Überbrückung der Bauarbeiten an der Bernhard-Göring-Straße errichtet die Stadt auf dem insgesamt 22.000 Quadratmeter großen Gelände in Leichtbauweise acht Schul- und weitere Nebenräume für insgesamt 866.000 Euro. Die ersten Schüler sollen schon im kommenden Schuljahr in das Containersystem einziehen und hier bis 2017 verbleiben, ehe beide Grundschulgebäude, das neue und das alte, komplett genutzt werden können.

Nach Angaben von Baubürgermeister Martin zur Nedden soll sich der Schulneubau auf spezielle Art und Weise in die Südvorstadt einfügen und so zum modernen Quartiersmanagement beitragen. Neben der energieeffizienten Passivhaus-Bauweise sei eine mögliche Nutzung des Gebäudes durch Dritte ein entscheidendes Kriterium bei der Ausschreibung des Projekts gewesen. Über einen separaten Eingang werden Bürgervereine und andere lokale Initiativen die Räume ebenfalls für sich in Anspruch nehmen können. Zudem habe das Kölner Architekturbüro bei seinem Entwurf grundsätzlich eine flexible Nutzung der Gebäudehülle vorgesehen. „Denn niemand weiß, ob wir Teile der Schule in 30 oder 50 Jahren vielleicht doch eher für andere Dinge brauchen“, sagte zur Nedden.

Perspektivisch sieht die Stadtverwaltung zum aktuellen Zeitpunkt allerdings mehr Kinder in der Südvorstadt und in Connewitz, als bisher schon. „Für  junge Menschen ist dieser Stadtteil einfach hochattraktiv“, sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian und geriet dabei fast ins Schwärmen: „Sie müssen einfach nur mal durch die Straßen laufen, dann sehen Sie das schon.“ Martin zur Nedden ergänzte, dass im Leipziger Süden die Kombination aus vergleichsweise niedrigen Mieten, guter Infrastruktur, den Hochschulen und vielseitigen kulturellen Angeboten hervorragend sei. Angesichts der städtebaulichen Umgestaltungen am Bayrischen Bahnhof werde der Stadtteil sicher noch attraktiver werden.

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass die Stadt auch im Waldstraßenviertel eine neue Grundschule bauen wird. Die neue Bildungseinrichtung soll auf einer Freifläche an der Goyastraße entstehen. Der Baubeginn ist hier für 2013 geplant.

Matthias Puppe

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