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Bildung Befristete Stellen an Hochschulen - Schorlemers Konzept stößt auf Ablehnung
Leipzig Bildung Befristete Stellen an Hochschulen - Schorlemers Konzept stößt auf Ablehnung
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17:24 26.02.2012
Werden an Hochschulen wegfallende Stellen künftig durch Lehrpersonal mit befristeten Verträgen ersetzt? Quelle: Waltraud Grubitzsch/Archiv
Dresden

Grüne und Linke im Landtag von Sachsen sowie die Bildungsgewerkschaft GEW widersprachen am Sonntag entsprechenden Vorstellungen der Ministerin.

Sie will von 2013 an planmäßig wegfallende Stellen durch Lehrpersonal mit befristeten Verträgen ausgleichen. Trotz steigender Studentenzahlen will von Schorlemer am geplanten Stellenabbau festhalten.

Der vorgeschlagene Weg sei widersinnig und ohne jeglichen Mut, betonte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg. Statt den für 2013 bis 2015 angekündigten Stellenabbau zu stoppen, wolle sie mit zusätzlichen befristeten Lehrkräften die schlimmsten Engpässe überwinden. Das Ziel der Qualitätssicherung in der Lehre werde so verfehlt.

Der Hochschulexperte der Linke-Fraktion, Gerhard Besier, erklärte, dieser Feuerwehreinsatz lasse die erforderliche Nachhaltigkeit vermissen. Zudem werde die Attraktivität von Forschung und Lehre im universitären Bereich untergraben.

Obwohl sich das Ministerium für bei der Zahl der Studierenden deutlich verschätzt habe, halte die Ministerin an den auf anderer Grundlage geplanten Stellenkürzungen fest, kritisierte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Marco Unger. Die mehr als offensichtlichen Personallücken wolle sie durch befristete Einstellungen stopfen und das zunehmend in die Kritik geratene Befristungsunwesen an den Hochschulen weiter vorantreiben. Gerade in der akademischen Lehre sei das nach Auffassung der falsche Weg, betonte Unger.

Nach dem bisherigen Stand werden an den sächsischen Universitäten und Hochschulen von 2013 bis 2015 jeweils 100 Stellen gekürzt, insgesamt 300. Bis 2020 sollen weitere 415 Stellen wegfallen. Dann bleiben insgesamt noch 8306 übrig.

Im aktuellen Wintersemester schrieben sich an den 15 Hochschulen 20 310 Studenten ein - rund ein Viertel mehr als die Prognose der Kultusministerkonferenz. Die Gesamtzahl der Studenten lag damit bei 100 721, für dieses Jahr wird mit einem Anstieg auf 108 350 gerechnet.

dpa

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