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Bildung Bereits dritter Wechsel im Hochschulrat der Leipziger Uni
Leipzig Bildung Bereits dritter Wechsel im Hochschulrat der Leipziger Uni
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21:22 08.07.2014
Das Paulinum der Universität Leipzig. Quelle: Volkmar Heinz

Lange stammt aus Ahlen, wirkte fast zehn Jahre als Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz und später unter anderem als Wissenschaftsstaatssekretär in Berlin und Niedersachsen. Zu seinem neuen Amt sagte er, es gelte die Universitätsallianz Leipzig-Halle-Jena weiter zu stärken. Eine solche strategische Zusammenarbeit sei wichtig, um die Potenziale der Alma mater zu fördern und im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen. Lange leitet auch den Universitätsrat in Jena.

Er ist bereits das dritte neue Gesicht im Hochschulrat der Uni in diesem Jahr. Vorher waren der Leipziger Unternehmerberater Professor Knut Löschke sowie die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Professorin Margret Wintermantel, in das Gremium eingezogen. Es besteht nunmehr aus neun Mitgliedern. Wer den Vorsitz übernimmt, steht offenbar noch nicht fest.

Seit 2010 wurde der Hochschulrat von Professorin Harms (67) geführt, die Ende 2013 bei Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) um Entpflichtung gebeten hatte. Um die zeitlich-rechtlichen Vorgaben für einen solchen Fall einzuhalten, war Harms noch bis zum 30. Juni in dem Gremium aktiv. Das Verhältnis zwischen ihr und Uni-Rektorin Beate Schücking (58) galt seit Langem als spannungsgeladen. Gegenüber der LVZ hatte Harms bezüglich ihres Hochschulratsvorsitzes erklärt: "Ich muss mir das nicht länger antun." Dem Rektorat warf sie Konzeptions- und Ideenlosigkeit vor, und vom Senat bekomme der Hochschulrat kaum Informationen. Fortwährender Streitpunkt war auch die Suche nach einem neuen Uni-Kanzler, bei der sich der Hochschulrat weitgehend übergangen sah und den nominierten Kandidaten dann durchfallen ließ. Bis heute ist die Stelle nur kommissarisch mit dem Personaldezernenten Fritz König besetzt, der Ende Juli in den Ruhestand geht.

Im März hatte der Hochschulrat den vom Rektorat vorgelegten Wirtschaftsplan für die Jahre 2015/16 nicht abgesegnet und Nachbesserungen gefordert. Außerdem wurde eine schriftliche Begründung für die zum Abbau bestimmten Stellen verlangt. Auch Jahresabschlüsse seien in der Vergangenheit nicht vorgelegt worden, hatte Harms in einem Interview mit der Zeitung "Student" kritisiert. Vor diesen Hintergründen könne sie ihre Tätigkeit als Hochschulratsvorsitzende "nicht mehr verantworten". Mario Beck

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2014

Beatrice Kasel

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