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Bildung Bessere Heilungschancen bei Blutvergiftung – Fraunhofer-Institut gründet Projektgruppe
Leipzig Bildung Bessere Heilungschancen bei Blutvergiftung – Fraunhofer-Institut gründet Projektgruppe
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19:38 15.03.2011
Forschung am Leipziger Fraunhofer Institut. (Archivfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

In den nächsten fünf Jahren sollen die Projektmitarbeiter unter anderem ein neues Blutreinigungsverfahren weiterentwickeln, das Patienten, die an einer Blutvergiftung leiden, bessere Genesungschancen verspricht. Dabei werde das Blutplasma der Erkrankten außerhalb ihres Körpers durch frische Immunzellen von Spendern gereinigt. „Vom Prinzip her ist das Verfahren mit der Dialyse vergleichbar“, erklärten die Forscher.

Die „komplexe Entzündungsreaktion des Körpers“ bei Blutvergiftungen – auch Sepsis genannt – führt bei vier von fünf Betroffenen zum Tod. Deutschlandweit sterben jährlich etwa 250.000 Menschen an einer Sepsis. Die Infektion hat ihre Ursache meist bei Unfällen oder Operationen. Sie ist „aufgrund zunehmender Resistenzen gegen antibiotische Therapien“ sehr schwer behandelbar, so das Fraunhofer-Institut.

“Die Behandlung der Sepsis bindet deutschlandweit etwa die Hälfte der Budgets der Intensivstationen. Das sind rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr an Arbeitskraft, Geräten und Medikamenten“, so der Leiter der neuen Arbeitsgruppe, der Rostocker Mediziner Steffen Mitzner. Die Arbeit der Projektgruppe wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie die Europäische Union mit 5,5 Millionen Euro gefördert.

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