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Bildung „Bibliothek des Jahres 2017“: Auszeichnung für Bücherei der Uni Leipzig
Leipzig Bildung „Bibliothek des Jahres 2017“: Auszeichnung für Bücherei der Uni Leipzig
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14:03 22.06.2017
Blick in den Lesesaal der Bibliotheca Albertina in Leipzig. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Sie ist das Rückgrat einer jeden Bildungseinrichtung und vor den Prüfungen stets prall gefüllt: die Bibliothek. Die Uni Leipzig darf nun die Lorbeeren für all die Arbeit ernten, die in das Buch- und Zeitschriftenarchiv gesteckt wurde. Denn die hiesige Universitätsbibliothek (UB) ist die Bibliothek des Jahres 2017.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Bibliotheksverbandes (DBV) und der Deutsche Telekom Stiftung wird seit 2000 verliehen. Am 24. Oktober, dem „Tag der Bibliotheken“, findet die Preisverleihung in Leipzig statt. Frühere Gewinner waren unter anderem die Bayerische Staatsbibliothek oder die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften.

Lob für digitale Innovationen

„Mit der Universitätsbibliothek Leipzig wird eine Bibliothek ausgezeichnet, die kontinuierlich auf allen wichtigen Bibliotheksfeldern Innovationen hervorbringt und Methoden der digitalen Welt nutzt, um ihre Zugänglichkeit offline wie online kontinuierlich zu verbessern“, heißt es in der Begründung der Jury, die sich einstimmig für die Leipziger Bücherei aussprach. „Diese Bibliothek wird tatsächlich konsequent und tiefgreifend umgebaut, um den neuen Herausforderungen begegnen zu können, und dient so der Ermutigung anderer“, so die Jury- und DBV-Vorsitzende Barbara Lison.

Bei der Wahl des Gewinners spielten die Qualität und Innovation der bibliothekarischen Arbeit, der kreative Einsatz digitaler Möglichkeiten, Zukunftsorientierung, nachhaltige Wirkung, Service, internationales Engagement sowie die lokale, regionale und internationale Vernetzung eine Rolle. „Die UB treibt mit ihren Open-Source-Technologien Entwicklungen für die digitale Welt voran, auch mit der Absicht, eine weitere Verbreitung und Nachnutzung dieser Werkzeuge zu ermöglichen“, heißt es in der Begründung weiter. So habe sie mit EU-Projektmitteln eine eigene technische Infrastruktur geschaffen, welche die Bibliothek unabhängig vom kommerziellen Markt der Bibliothekssoftware mache und inzwischen auch von anderen Anwendern genutzt werde.

Teil des Preisgeldes wird in neues Projekt investiert

Zudem werden die Erweiterung der IT-Abteilung sowie der Einsatz von Ausleih- und Rückgabeautomaten gelobt, die das Fachpersonal entlasten und damit individuelle Beratungsangebote möglich machen. „Auch der Vorschlag für eine Veranstaltung zum Themenbereich ‚Digitalisierung‘, für die ein Teil des Preisgeldes eingesetzt werden soll, ist vorbildlich. Auf der Basis von digitalen Beständen zu Luther sollen digitale Anwendungen von Programmierern, Designern und Game-Liebhabern entwickelt werden“, so Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung und Jury-Mitglied.

Die Bibliotheksdirektoren Charlotte Bauer und Ulrich Johannes Schneider betonen, dass die Bewerbung eine kollektive Anstrengung der gesamten Bibliothek gewesen sei. „Die UB Leipzig setzt bei ihren digitalen Innovationen auf Autonomie und Integration. Sie hat sich unabhängig gemacht von Monopolprodukten und treibt mit Open-Source-Technologien Infrastrukturen für die digitale Zeit voran", so Bauer. Schneider ergänzt: "Die Bibliothek übernimmt Verantwortung und treibt Entwicklungen voran, damit Bibliotheken in der vernetzten Zeit ihre gesellschaftliche Funktion als Wissensträger und Raum der Begegnung und des Austauschs wahrnehmen können."

von CN

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