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Bildung DJV fordert Reform von ausgesetztem Journalistik-Master in Leipzig
Leipzig Bildung DJV fordert Reform von ausgesetztem Journalistik-Master in Leipzig
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14:35 26.04.2017
An der Uni Leipzig werden im Wintersemester keine Journalistik-Studenten immatrikuliert. Quelle: Andre Kempner
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Berlin/Leipzig

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) fordert umfangreiche Verbesserungen des vorübergehend ausgesetzten Journalistik-Studiengangs der Universität Leipzig. „Die Reform des Masterstudiengangs ist längst überfällig“, sagte die stellvertretende DJV-Vorsitzende Kathrin Konyen am Mittwoch in Berlin. Der Verband forderte, „die traditionsreiche Journalistik-Ausbildung endlich wieder auf das hohe Niveau zu bringen, für das die Ausbildung an der Universität einmal stand“.

Die Hochschule hatte am Dienstag mitgeteilt, im Wintersemester 2017/18 für ein Jahr keine neuen Studenten in den renommierten Studiengang aufzunehmen. Grund für den Immatrikulationsstopp seien notwendige Reformen aufgrund stark gesunkener Bewerberzahlen.

Kritik an Sparmaßnahmen

Der DJV betonte, man habe bereits in den vergangenen Jahren Personalkürzungen kritisiert und die Fakultät „immer wieder auf den Verlust der Attraktivität des Studiengangs hingewiesen“. Es sei wenig überraschend, dass dies zum Rückgang der Bewerberzahlen geführt habe. Nun müssten Sparmaßnahmen rückgängig gemacht, Personal aufgestockt und die Qualität des Studiengangs verbessert werden, betonte Konyen.

Nach Angaben der Universität ist die Zahl der Bewerber für den Studiengang von 251 im Jahr 2014 auf 127 im vergangenen Jahr zurückgegangen. Regulär werden demnach pro Jahr 30 neue Master-Studierende aufgenommen. Derzeit seien 113 Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Fakultätsdekan Thomas Kater versicherte laut Mitteilung der Uni, dass sie ihr Studium regulär beenden können.

Kater erklärte, es werde auch in Zukunft nicht mehr Personal für den Studiengang geben. Daher solle es künftig verstärkt Kooperationen mit anderen Abteilungen des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften geben. Zur Erarbeitung der Reformen soll eine Kommission eingerichtet werden.

Von LVZ

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