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Bildung Dank für Ehrenamtliche – Leipziger Studenten schlagen Einladung aus
Leipzig Bildung Dank für Ehrenamtliche – Leipziger Studenten schlagen Einladung aus
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19:39 09.01.2016
Blick zum Uni-Campus Leipzig. Der StuRa lehnt eine Teilnahme an der sächsischen Dankesveranstaltung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer ab.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) sowie die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) hatten für Samstag in Dresden zur Dankesparty für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe eingeladen. Leipzigs Studentenvertretung schlugen die Einladung allerdings aus. Die mit der Unterstützung von Geflüchteten betrauten Arbeitskreise des StuRa wollen so „erneut auf die prekären Zustände in den Unterkünften für Geflüchtete“ hinweisen.

Viel Dankbarkeit würden die Ehrenamtlichen tatsächlich in ihrer täglichen Arbeit erfahren. Zivilgesellschaftliches Engagement sei wichtig, aber die Bürokratie würde Helfern und Geflüchteten eher „Steine in den Weg“ legen.

Der Stura Leipzig kritisiert vor allem die Unterbringung von Geflüchteten in Zelten und Turnhallen. „Es fehlt an Privatsphäre, medizinischer Versorgung, angemessenen Sanitäranlagen, ausreichender Verpflegung und es mangelt an speziell ausgebildetem Personal“, heißt es in der Mitteilung vom Samstag weiter. Die Landespolitik müsse sich zudem klar von der „rassistischen Bedrohung“, die von Pegida und Legida ausgehe, distanzieren.

Auch die KSS hatte im Vorfeld Kritik an der Landespolitik geübt, sprach von einem konzeptlosen Vorgehen des Innenministeriums. Die Konferenz sieht in dem Dankesabend aber auch eine Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen den Helfern. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte außerdem im Interview mit der LVZ, sie wolle die Hochschulen ermutigen, den Einsatz der Studierenden als Praktikum oder mit Credit Points offiziell anzuerkennen.

Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums nahmen am Sonnabend 250 Studierende an der Dankesfeier im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden teil. Intendant Wilfried Schulz sagte: „Es ist unglaublich wohltuend und erfüllt einen mit Hoffnung, dass von den Studentinnen und Studenten ein Signal ausgeht, dass unsere Gesellschaft nicht nur aus einer Handvoll ängstlicher Montagsdemonstranten voller Ressentiments besteht.“ Vielmehr sei der Freistaat zum überwältigenden Teil von Menschen geprägt, „für die Weltoffenheit und Empathie keine leeren Worthülsen sind, sondern praktisch gelebte Realität“.

Von lyn / maf

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