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Bildung Das Evangelische Schulzentrum Leipzig feiert 25. Geburtstag
Leipzig Bildung Das Evangelische Schulzentrum Leipzig feiert 25. Geburtstag
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17:07 06.12.2016
Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Seit einem Vierteljahrhundert existiert das Evangelische Schulzentrum Leipzig, in deren Gängen einst Leipzigs heutiger Oberbürgermeister Burkhard Jung in die Gitarrensaiten schlug. Am Dienstag feierten Schüler, Lehrer, Eltern und Wegbegleiter den 25. Geburtstag von Eva Schulze, wie die Bildungseinrichtung liebevoll von ihren Schülern genannt wird, mit einem Gottesdienst inklusive der Predigt von Landesbischof Carsten Rentzing in der Nikolaikirche, einem eigenen Adventsmarkt und Konzert in der Peterskirche.

„Wir haben in 25 Jahren eine gut funktionierende Schule aufgebaut, an der wir weiter arbeiten. Wir sind ja nicht fertig, sondern das ist etwas, das eigentlich nie fertig wird. Schule ist immer am Wachsen“, hielt Schulleiterin Sabine Ulrich gegenüber LVZ.de fest, während sich der Geburtstagsumzug seinen Weg von der Nikolaikirche in Richtung des Evangelischen Schulzentrums bahnte. Doch nicht in alle Richtungen kann sich die Schule mit Grundschule, Oberschule und Gymnasium unter einem Dach ausbreiten. Jedes Jahr gibt es so viele Anmeldungen, dass die Schulleitung auch Absagen erteilen muss. „Das ist nicht schön. Aber wir sind so groß, dass es einfach nicht mehr größer geht. Um dem Anspruch, die Kinder wirklich wahrzunehmen, gerecht zu werden, geht ein weiteres Wachsen nicht“, bedauerte Ulrich. Aktuell lernen 1137 Kinder und Jugendliche am Evangelischen Schulzentrum. Etwa 150 Absolventen feiern jedes Jahr ihren Abschluss – in der 25-jährigen Geschichte waren es bereits über 2300.

Wahrnehmung und Inklusion

Gegenseitige Wahrnehmung ist einer der großen Stützpfeiler des Evangelischen Schulzentrums. „Wir versuchen trotz der Größe unserer Schule aufeinander Acht zu geben. Wir haben Strukturen, die es ermöglichen, dass wir jedes Kind wahrnehmen“, betonte Ulrich. Dazu gehöre seit vielen Jahren auch die Aufnahme von behinderten Kindern „schon lange, bevor wir über Inklusion geredet haben.“ Seit diesem Schuljahr bestreiten auch Flüchtlingskinder den Schulweg in die Schletterstraße. Das Schulzentrum unterrichtet sie einerseits in einer sogenannten DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) und nimmt sie andererseits auch in die regulären Klassen mit auf, um sie auf ihren Abschluss vorzubereiten. „Das wird sie viel Mühe kosten, aber es gibt Lehrer und Schüler, die sie dabei nach Kräften unterstützen“, sagte Ulrich.

Verantwortung tragen

Wer das Evangelische Schulzentrum verlässt, tut das in dem Wissen, Verantwortung für die Welt zu tragen. „Diese Menschen brauchen wir. Menschen, die diese Verantwortung an je dem Ort, an dem sie stehen, wahrnehmen. Darum geht es“, betonte Ulrich. Aus den letzten 25 Jahren zieht die Schulleiterin, dass das nicht nur Verdienst der bloßen Wissensvermittlung ist: „Das, was ich immer wieder beeindruckend finde ist, wie viele Menschen sich zusammentun, die miteinander Schule gestalten wollen. Das sind Eltern, Lehrer, aber auch die Kirchen, die uns unterstützen. Und dieses Miteinander bleibt. Das hat unsere Schule immer getragen und ist ganz wichtig für uns.“

Von André Pitz

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