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Bildung Das nächste Großprojekt - 25 Millionen Euro für Gymnasium im Leipziger Westen
Leipzig Bildung Das nächste Großprojekt - 25 Millionen Euro für Gymnasium im Leipziger Westen
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23:59 27.01.2014
Die Erziehungwissenschaftliche Fakultät der Uni: Nach ihrem Auszug ist ein Gymnasium geplant. Quelle: André Kempner

Das geht aus aktuellen Plänen hervor, die Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD) und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) dem Stadtrat vorlegen.

Neue Sachlichkeit - das von Stadtbaurat Hubert Ritter entworfene Gebäude in der Karl-Heine-Straße ist denkmalgeschützt. Doch ziemlich marode. Derzeit werden in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig künftige Lehrer ausgebildet. Doch die Räume reichen nicht für steigende Immatrikulationszahlen - weil das Land eben mehr Lehrer braucht.

Die Universität will daher auf dem Campus Jahnallee ein neues Bildungswissenschaftliches Zentrum errichten. Wann der Grundstein gelegt wird, ist allerdings offen. Doch der Mietvertrag der Universität für die Gebäude an der Karl-Heine-Straße läuft nur bis 31. Dezember 2015. Die Stadt brennt drauf, den Umbau, für den die Planungen bereits laufen, starten zu können. "Wir brauchen dringend ein Gymnasium im Leipziger Westen. Eine weitere Verzögerung können wir uns nicht leisten", betont Bürgermeister Fabian. Die Eröffnung der Bildungsstätte ist im Schuljahr 2018/19 vorgesehen.

Doch warum wird das so teuer? Der Komplex besteht aus vier Gebäuden, die miteinander verbunden sind, und ist denkmalgeschützt. Laut Fabian zudem hervorragend als Schule geeignet. Neue Rechtsvorschriften beim Ausbau sowie Brandschutzauflagen müssen aber berücksichtigt werden. Dabei sind einige Kompromisse nötig, so müssen zusätzliche Rettungswege an allen Gebäuden geschaffen werden. Hinzu kommt: Ein Erweiterungsbau sowie eine neu zu bauende Dreifeldsporthalle sind notwendig. Vorher müssen Baracken, Garagen, ein Schornstein, ein Pförtnergebäude und kleine Nebengebäude abgerissen werden. Die Stadt geht davon aus, dass bei der 25-Millionen-Euro-Investition etwa 90 Prozent Fördermittel vom Freistaat Sachsen kommen. Auch Außenanlagen sowie Sportfreiflächen sowie ein Brückenersatzbau kommen hinzu. Die Kosten sind vom Amt für Gebäudemanagement geschätzt. Bevor es losgeht, muss der Stadtrat einen Baubeschluss fassen. Das ist im Februar 2015 vorgesehen, sobald Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs vorliegen.

Was wird aus dem Bildungscampus "Jahrtausendfeld"? Dieser Standort war ebenfalls für ein Gymnasium vorgesehen. Nach LVZ-Informationen ist die Fläche aber zu klein für einen Campus. Denn dort soll eine Grundschule für Plagwitz/Lindenau errichtet werden. Die benachbarte Erich-Zeigner-Grundschule ist überfüllt, selbst ein geplanter Anbau kann da nur bedingt helfen. Platz wäre womöglich noch für eine weitere Kita.

Welche weiteren Gymnasien sollen entstehen? Bereits beschlossen hat der Stadtrat einen Neubau in der Telemannstraße samt Sporthalle (Fertigstellung: 2017/ebenfalls rund 25 Millionen Euro). Die beiden ehemaligen Schulhäuser in der Gorkistraße 15 und 25 werden bis 2016 zum Gymnasium umgebaut (Kosten: 16,8 Millionen Euro). Ein weiteres soll im Leipziger Osten entstehen. Wo genau, ist aber noch unklar. Es läuft ein Prüfauftrag des Stadtrates, das Areal Ihmelstraße für einen Bildungscampus Ost zu nutzen - Vorrang hat dort aber eine Oberschule.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014

Mathias Orbeck

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