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Bildung Deutsch-chinesischer Kindergarten in Leipzig erweitert Angebot auf Grundschule
Leipzig Bildung Deutsch-chinesischer Kindergarten in Leipzig erweitert Angebot auf Grundschule
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17:47 24.01.2014
In der Konfuzius-Kita in Leipzig schreiben die drei- bis sechsjährigen Kinder der Vivaldi-Gruppe zusammen mit der chinesischen Sprachassistentin Shuzhen Wu das chinesische Zeichen für das Wort Pferd. Quelle: dpa
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Leipzig

„Ab dem Schuljahr 2014/15 soll es hier in Leipzig möglich sein, die chinesische Kultur auch während der Primarstufe weiter kennenzulernen“, sagte der Geschäftsführer des Trägervereins, Wolfgang Schäfer. Momentan gebe es eine große Nachfrage nach Chinesisch-Angeboten.

Deutschlandweit gibt es noch in Berlin, Hamburg, Bremen und Frankfurt am Main deutsch-chinesische Kindergärten. Der Konfuzius-Kindergarten in Leipzig ist nach eigenen Angaben aber die größte derartige Einrichtung.

Die Kindergartenkinder haben in der Einrichtung überall Bezugspunkte zum Chinesischen. Elf Muttersprachler aus China und Taiwan bringen den Kleinen Schriftzeichen oder traditionelle Tänze nahe. „Wir verfolgen das Inversionskonzept“, erläuterte Schäfer. Dies bedeute, dass die fremde Kultur und auch die Sprache allgegenwärtig für die Kinder sein sollen, so als ob sie ihre Muttersprache erlernen.

Eine Dresdner Grundschulpädagogin hält diesen Ansatz grundsätzlich für sinnvoll: „Mehrsprachige Lernkonzepte sind förderlich in der frühkindlichen Sprachbildung“, sagte Professor Jeanette Hoffmann von der TU Dresden. Kinder würden über Lieder, Reime, Sprachspiele, Bilderbücher und Tänze in fremde Sprachen hineinwachsen und frühzeitig dafür sensibilisiert, dass es noch andere Sprachen gibt. Die spielerische Begegnung mit den chinesischen Schriftzeichen fördere die Kinder auch in der Erkenntnis, dass es vielfältige Möglichkeiten gebe, Sprachen in Schrift darzustellen.

Seit 2009 ist der Kindergarten von einst 10 Kindern auf nunmehr 164 gewachsen. Bis Ende des Jahres werden durch den Anbau noch 120 neue Plätze geschaffen. In der Stadt und insbesondere im Stadtteil Südvorstadt gebe es eine große Nachfrage nach Plätzen, sagte Thomas Schmidt vom städtischen Bildungsreferat.

Die Konfuzius-Kita wird öffentlich gefördert und arbeitet nach dem sächsischen Bildungsplan. Die Kita steht den Angaben zufolge allen Kindern offen, ein Drittel komme aus einkommensschwachen Haushalten. Mittelfristig plant Schäfer auch den Bau einer eigenen Grundschule bis 2017.

Patrick Weisheit, dpa

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