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Bildung „Die Zahlen sind zu hoch“ – neun Prozent des Unterrichts in Leipzig fiel 2012 aus
Leipzig Bildung „Die Zahlen sind zu hoch“ – neun Prozent des Unterrichts in Leipzig fiel 2012 aus
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13:43 26.04.2013
Quelle: Julia Vollmer
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Dresden/Leipzig

In Leipzig fielen im vergangenen Jahr neun Prozent aller Unterrichtsstunden aus, berichtete der Landesschülerrat Sachsen (LSR) am Freitag in Dresden. Die Messestadt ist im sächsischen Vergleich absoluter Spitzenreiter. In Dresden wurden sechs Prozent ausgefallene Stunden registriert, in Zwickau lediglich drei Prozent. Allgemein sind die Zahlen aber rückläufig.

 

„Der Unterrichtsausfall in Sachsen ist zwar von 6,7 Prozent auf 5,7 Prozent zurückgegangen, aber die Zahlen sind immer noch viel zu hoch“, so Konrad Degen, der Landesvorsitzende des Landesschülerrates. 12,5 Prozent des Unterrichts hat nicht ordnungsgemäß, das heißt fachfremd oder mit Stillbeschäftigung stattgefunden. Für die Stadt Dresden hat der Landesschülerrat rund 7200 Unterrichtsstunden, egal ob gehalten oder ausgefallen, stichprobenartig an sieben Schulen ausgewertet.

Nobert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion erklärte dazu: „Der leichte Rückgang des Unterrichtsausfall ist erfreulich, aber kein Grund zum Jubeln. Künftig stehen mit 12,5 Millionen Euro für 2013 und 2014 noch einmal mehr Mittel zur Vermeidung von Ausfall zur Verfügung.“

Damit finde jede zehnte Stunde nicht regulär statt, erklärte Degen. Besonders häufig fielen Fächer wie Musik, Kunst oder Gemeinschaftskunde aus. Akuten Handlungsbedarf sieht der Landesschülerrat besonders bei den Mittelschulen und Förderschulen im Freistaat. Mit 7,7 Prozent ersatzlos ausgefallen Schulunterricht und 13,6 Prozent nicht fachgerecht vertretenden unterricht an den Mittelschulen sind die Zahlen deutlich höher als am Gymnasium. „Hier muss dringend etwas geschehen. Es wird oft kritisiert, dass viele jugendliche nach ihrem Realschulabschluss nicht ausbildungsfähig seien. Wir sehen die Ursachen dafür auch in dem hohen Anteil an Ausfall“, so Tim Börnert, Vorstandsmitglied des LSR.

Ursachen für den recht hohen Unterrichtsausfall an Mittelschulen sieht Tim Börnert unter anderem an dem fehlenden Personal an Mittelschulen. „Die Lehrer an den Realschulen müssen endlich genauso eingruppiert werden wie ihre Kollegen an Gymnasien. So schafft man für junge Lehrer einen Anreiz“, so Börnert. Auch der ländliche Raum müsse gestärkt werden. Hier werden in Zukunft immer mehr Lehrer in Pension gehen und Nachwuchs wird dringend gebraucht.

Julia Vollmer

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