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Bildung Diskussion im Stadtrat: Schulen brauchen mehr Geld für Arbeitshefte und Kopien
Leipzig Bildung Diskussion im Stadtrat: Schulen brauchen mehr Geld für Arbeitshefte und Kopien
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10:18 16.05.2013
(Symbolbild/Archiv) Quelle: dpa
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Leipzig

Leipzig kostete das zusätzliches Geld. im Haushalt fehlten deshalb mehr als 750.000 Euro, so Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Mittwoch im Stadtrat. An den Schulen reichte das Geld trotzdem nicht.    Immer mehr Hilferufe erreichten die Stadträte in den vergangenen Wochen. Jetzt wollte die Linke-Fraktion wissen, wie die Perspektive für das kommende Schuljahr aussieht. "Wir ermitteln derzeit den Bedarf", sagte Fabian. Er stellte aber in Aussicht, das in der kommenden Woche ein Vorschlag vorliegen soll, wie hoch die Pauschalen für allgemein bildende Schulen, Förderschulen und Berufsschulen aussehen sollen.   Eins ist jetzt schon klar: "Wir werden stärker gewichten", so der Sozialbürgermeister auf eine Anfrage der Linken-Fraktion. So hätten Grundschulen höhere Ausgaben für Lehr- und Lernmittel als die weiterführenden Schulen. Auch die Berufsschüler werden diesmal von vornherein berücksichtigt - die hatte die Verwaltung im vergangenen Schuljahr in ihrer Rechnung vergessen.Finanzier   Um das Loch zu stopfen, erfuhren die Stadträte, teilte die Verwaltung die beschlossene Summe - eigentlich 40 Euro pro Kopf - auf die Schulformen auf. Neben den 30 Euro für allgemein bildende Schulen blieb eine Pauschale von 33 Euro pro Kind für Förderschulen und 26 Euro für jeden Berufsschüler.  

Weitere Unterstützung vom Land unwahrscheinlich

"Der Freistaat beteiligt sich nur mit 13,50 Euro pro Schüler. Wir brauchen mehr, was wollen Sie tun?", fragte Margitta Hollick, bildungspolitische Sprecherin der Linken. Fabian versicherte, die Kommunen hätte über den Sächsischen Städte- und Gemeindetag mehr Geld eingefordert. "Aber das Land betrachtet die Lernmittelergänzungsausgabe als reine Unterstützung der Kommunen", dämpfte Fabian die Erwartungen.   Im Februar entschied das Verwaltungsgericht Chemnitz außerdem, dass Schulen auch grafikfähige Taschenrechner zur Verfügung stellen müssen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, doch im Fall der Fälle kommen weitere Ausgaben auf die Kommunen zu.   Eine skurril anmutende Idee, die beim Stadtelternrat auf großes Unverständnis gestoßen war, legte Thomas Fabian am Mittwoch zu den Akten: Die benutzten Arbeitshefte der Kinder werden nicht wieder eingesammelt, um über die Altpapierverwertung Geld einzunehmen. 

Evelyn ter Vehn

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