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Bildung Echt oder Fälschung?: Ausstellung in Leipziger Antikenmuseum
Leipzig Bildung Echt oder Fälschung?: Ausstellung in Leipziger Antikenmuseum
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15:40 16.02.2017
"Fälschern auf der Spur" im Antikenmuseum in Leipzig. Manuela Rutsatz schaut sich eine echte Trinkschale in Rotfigurtechnik an. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Ausstellung unter dem Titel „„teuer und nichts wert?“ zeigt unter anderem 40 gefälschte Vasen aus dem Besitz des Akademischen Kunstmuseums der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Den Fälschungen stehen Originale gegenüber. Die Schau sollte am Donnerstagabend eröffnet werden. Sie dauert bis zum 22. Januar 2012.

Leipzig. Echt oder eine Fälschung? Diese Frage greift eine Ausstellung im Antikenmuseum der Universität Leipzig auf. Nicht nur gefälschte Meisterwerke der Malerei, um die sich gerade ein spektakulärer Strafprozess in Köln dreht, sondern auch Fälschungen antiker Gegenstände kommen immer wieder auf den Kunstmarkt.

„Für den Archäologen gehört das Thema Fälschung zum Alltag“, sagte Jörn Lang vom Antikenmuseum am Donnerstag. Denn bevor ein Stück für die wissenschaftliche Arbeit über die antike Welt überhaupt herangezogen werden kann, muss beurteilt werden, ob es überhaupt echt ist. Um Betrügereien auf die Spur zu kommen, bedienen sich die Archäologen zunehmend der Naturwissenschaft. „Es kann getestet werden, wann eine Keramik hergestellt wurde“, sagte der Kurator des Museums, Hans-Peter Müller. Aus dem Bestand des Museums seien auch Stücke untersucht worden. „Sie haben sich als echt erwiesen.“

Handwerklich sehr geschickte Fälscher versuchten ihre Ware wissenschaftlichen Einrichtungen genauso „anzudrehen“ wie Privatsammlern. „Ein bisschen ist das wie ein Wettstreit - was ist besser, die Fälschung oder unsere Methoden sie zu enttarnen“, sagte Lang. Was eine für echt durchgegangene antike Vase auf dem Kunstmarkt einbringen könnte, will Lang nicht beziffern. „Aber die Gewinnspanne dürfte erheblich sein.“ - Die Ausstellung soll aber zugleich einen Blick auf kulturgeschichtliche Aspekte beim Umgang mit der Antike werfen.

dpa

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