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Bildung Elite-Wettstreit: Leipziger Uni weiter im Rennen
Leipzig Bildung Elite-Wettstreit: Leipziger Uni weiter im Rennen
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22:00 30.09.2017
Beim bundesweiten Exzellenz-Wettbewerb hat ein Projektantrag der Leipziger Uni die Finalrunde erreicht, ein zweiter scheiterte Quelle: André Kempner
Leipzig


Die Mediziner der Alma mater sind auf diesen Gebieten bereits seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs, es gibt einen Sonderforschungsbereich und ein Forschungs- und Behandlungszentrum. Im Erfolgsfall des Clusterantrages winkt eine finanzielle Förderung von bis zu zehn Millionen jährlich. Bis zum Februar 2018 muss nun die ausführliche Bewerbung formuliert und bei der DFG eingereicht werden. Die Entscheidung fällt dann im September 2018. „Die Aufforderung zum Vollantrag bestätigt, dass wir auf diesem Gebiet Spitzenforschung leisten“, erklärte Uni-Rektorin Professorin Beate Schücking.

Durchgefallen ist hingegen schon beim ersten Anlauf die Kandidatur für ein Cluster im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Im Verbund mit Fachleuten der Unis in Halle und Jena wollten Experten der Alma mater bei dem Elite-Wettstreit mit einem Projekt punkten, das Globalisierungsvorgänge aus vielen Perspektiven beleuchtet. Doch die Gutachter ließen es abblitzen. Schücking:„Wir wussten von vornherein um die starke Konkurrenz bei dem Wettbewerb.“ Das Aus für diese Bewerbung bedeute aber nicht das Ende des Vorhabens. „Wir werden es nun im Rahmen des Uni-Bundes weiterführen.“

Im Vergleich zu früheren Exzellenz-Wettbewerben, wo die Uni mit einer größeren Zahl von Bewerbungen antrat, letztlich aber nur eine Graduiertenschule gewann, wurde diesmal auf eine Bündelung der Kräfte gesetzt. Die schon mit dem Elite-Status versehene TU Dresden legte hingegen eine Bewerbungsoffensive mit acht Cluster-Anwartschaften hin – und zog nun mit sechs davon ins Finale ein. Leer gingen die TU Chemnitz und die Bergakademie Freiberg aus. Ihre je zwei eingereichten Antragsskizzen bekamen nicht den Segen der Jury.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) gratulierten den Unis in Dresden und Leipzig, dass sie die erste Hürde genommen haben. Die Konferenz sächsischer Studierendenschaften kritisierte, die Exzellenzinitiative trage nicht zu besserer Lehrqualität bei. Die Hochschulen in Sachsen würden an mangelnder Grundfinanzierung leiden.

Von Mario Beck

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