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Bildung Erster Platz für Leipziger Denkgetränk "Nijoz": Studenten gewinnen Preis
Leipzig Bildung Erster Platz für Leipziger Denkgetränk "Nijoz": Studenten gewinnen Preis
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19:39 16.12.2013
Sie haben das Nijoz Denkgetränk erfunden: Chris Volke (22, rechts) und Florian Mack (22). Beide studieren in Leipzig Wirtschaftswissenschaft. Quelle: Andreas Döring

Zehn Inhaltsstoffe, etwa Guaraná, Heidelbeeren und die Gedächtnispflanze Brahmi, stehen in krassem Gegensatz zu den herkömmlichen Aufputschmitteln wie etwa Energydrinks. "Wir haben gemerkt, dass Aufputschmittel zum Lernen genau das Falsche sind. Sie versetzen den Körper in einen künstlichen Stresszustand. So ist man zwar wach, aber komplexes Denken wird behindert", erklärt Volke das Prinzip von "Nijoz". Mit dieser Idee haben sie die 800 Euro Preisgeld abgestaubt, gestiftet vom Amt für Wirtschaftsförderung.

Außerdem haben Volke und Mack sich auch den Publikumspreis gesichert. Wegen eines Patts mit dem Zweitplatzierten - dem Projekt "concre[a]te" - teilen sie sich die 500 Euro Preisgeld. Die Erfinder von "Nijoz" haben ihr Preisgeld dafür genutzt, um Leipziger das "Denkgetränk" testen zu lassen. Am vergangenen Wochenende verteilten sie heißes "Nijoz" in der Innenstadt.

"Außerdem wird es geniale Weihnachtskarten geben, mit denen man seine Familie und seine Freunde zur Weihnachtszeit genialisieren kann", fügt Volke hinzu.

Jeder ist ein Genie! Das zumindest verspricht das neue Denkgetränk "Nijoz", das sich zwei Leipziger Studenten der Wirtschaftswissenschaften ausgedacht haben. Das natürliche Pulver ohne Zucker und Zusatzstoffe soll, in Wasser gelöst, förderlich fürs Lernen sein.

Florian Mack und Chris Volke haben mit dem Getränk einen Gegenentwurf zu allen Energy-Getränken geschaffen, die aktuell auf dem Markt sind. Red Bull, Kaffee, Cola und Club Mate werden in der Prüfungszeit täglich literweise von Studenten getrunken. Doch: "Es hilft nichts, kurzzeitig aufgeputscht zu sein, sondern man muss länger fokussiert bei der Sache bleiben", erklärt Mack. Er und hat vor einiger Zeit seine Bachelorarbeit abgegeben - weiß also, was gestresste Studenten fürs Lernen brauchen. Die innere Ruhe zum Lernen verspricht das Denkgetränk.

Binnen drei Jahren Arbeit haben die beiden Studenten die zehn natürlichen Inhaltsstoffe des dunkelroten Pulvers ausgewählt. "Wir haben alle davon - und noch viel mehr - durchprobiert", sagt Volk. "Und wir haben unzählige Studien gelesen." Die finalen Entscheidungen haben die beiden Unternehmensgründer dann mit einer Lebensmitteltechnikerin getroffen. "Wir wollten nicht vorgeben, dass es ein süßes Getränk ist", sagt Mack. Jetzt sei es die sauberste Mixtur, die es nur gibt, Natur pur. Neben Holunderbeere, Guaranà und Gingko ist etwa auch Brahmi unter den zehn Inhaltsstoffen. Die "Gedächtnispflanze " wächst eigentlich in indischen Sumpfgebieten und ist Volke beim ersten Versuch auf seiner Fensterbank vertrocknet. "Sie ist essbar, schmeckt aber bitter", erzählt er. Trotzdem hat sie es auf die Liste der Ingredienzien geschafft - sie fördert das Gedächtnis.

Das mit Wasser gemischte Pulver schmeckt sehr natürlich und für die zuckerverwöhnte Zunge erst einmal ungewohnt. Wer es lieber süß mag, der kann sich das Pulver einfach mit Saft mischen. "Gesunde Ernährung für den Kopf" nennen Mack und Volke ihr Denkgetränk, das es in den Mensen und der Cafeteria der Universität Leipzig sowie im Onlineshop zu kaufen gibt. "Wir sind kein Weltkonzern, sondern zwei Jungs mit einer Idee", sagt Volke. Trotzdem hätten schon Neugierige aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden das Denkgetränk bestellt und auch bei Netzwerk Facebook zählt die Seite des natürlichen Getränks etliche Fans.

"Nijoz ist eine Idee, die uns nicht mehr losgelassen hat", sagt Mack. Ohne fremdes Geld haben die Studenten das Projekt mit finanzieller Unterstützung von Familie und Freunden aufgezogen. "Es ist eine unglaubliche Arbeit, aber wir machen das gerne", sagt Mack.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013

Sofia Dreisbach

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