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Bildung Experten fordern mehr Mittel für professionelle Sprachkurse
Leipzig Bildung Experten fordern mehr Mittel für professionelle Sprachkurse
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22:37 27.11.2015
Deutschkurse für Geflüchtete: Experten in Sachsen fordern mehr professionelle Sprachvermittlung und bessere Perspektiven für die Lehrer. Quelle: dpa
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Leipzig

Experten fordern mehr professionelle Deutschkurse für Geflüchtete in Sachsen. An der Universität Leipzig kamen in dieser Woche verschiedene staatliche und private Akteure aus dem Freistaat zusammen, die sich auf dem Gebiet Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache engagieren. Wie die Uni mitteilte, sei dabei das große Engagement von Ehrenamtlichen sehr begrüßt worden. Mittel- und Langfristig könnten aber nur professionelle Angebote zum Deutschlernen wirklich die erforderlichen Fähigkeiten bei den Zugewanderten herstellen, hieß es.

„Gerade in Sachsen haben wir günstige Rahmenbedingungen, denn schon seit Jahren steht das Thema Deutsch als Zweitsprache für Menschen mit Migrationshintergrund auf der Tagesordnung vieler Bildungseinrichtungen“, sagte Claus Altmayer vom Herder-Institut der Universität Leipzig. Eigenen Angaben zufolge ist es die älteste und größte universitäre Einrichtung in Deutschland, die sich wissenschaftlich mit der Sprachvermittlung an Migranten beschäftigt und Studenten darin ausbildet. Auch in Chemnitz und Dresden gibt es spezialisierte Studiengänge.

Nun sei es wichtig, dass „von politischer Seite attraktive Beschäftigungsbedingungen mit angemessener Bezahlung und sozialer Absicherung geschaffen werden“, so Altmayer. Deutschkurse allein auf Honorarbasis anzubieten, wie es derzeit fast überall üblich sei, führe letztlich zu schlechten Ergebnissen und trage in vielen Fällen dazu bei, dass die Integration der Zuwanderer scheitere. Ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer für Deutsch als Zweitsprache benötigten eine langfristige und attraktive Perspektive, so der Wissenschaftler.

chg

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