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Bildung Feierliche Amtseinführung: Beate Schücking ist erste Frau an Spitze der Universität Leipzig
Leipzig Bildung Feierliche Amtseinführung: Beate Schücking ist erste Frau an Spitze der Universität Leipzig
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19:58 31.05.2011
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und die neue Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking, am Dienstag (31. Mai 2011) auf dem Campus der Uni Leipzig. Quelle: dpa
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Leipzig

Ihr Amtsvorgänger und Interimsrektor Martin Schlegel überreichte ihr die Amtskette.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) betonte, die enge Verknüpfung von Geistes- und Naturwissenschaften sei die große Stärke der Universität. Zugleich sprach er sich für verstärkten Technologietransfer und für eine engere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft aus, um Hochqualifizierte im Land zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen.

Schücking betonte, die Universität werbe jährlich Drittmittel in Höhe von 100 Millionen Euro ein. Sie stelle den Menschen, seine Zukunftschancen und deren aktive Gestaltung in den Mittelpunkt ihrer Entwicklung und Forschung und auch ihre Studiengänge seien „menschenzentriert“, im Gegensatz zu den anderen technisch orientierten Universitäten des Landes.

Leipzig. Die Medizinprofessorin Beate Schücking ist die erste Rektorin in der mehr als 600-jährigen Geschichte der Leipziger Universität. Die 55-Jährige wurde am Dienstag feierlich in das Spitzenamt eingeführt. Die große Stärke der Universität bestehe in der engen Verknüpfung von Geistes- und Naturwissenschaften, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bei der Investitur.

Sie sagte außerdem, die Universität müsse internationaler werden, mehr englischsprachige Angebote unterbreiten und zugleich die deutsche Kultur und Sprache pflegen. Wichtig sei auch der Brückenschlag zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sowie der Blick nach Osteuropa.

Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) gratulierte der neuen Rektorin. Zugleich äußerte er den Wunsch, die Universität möge sich noch stärker in das tägliche Leben der Stadt einmischen und Stellung beziehen: "Leipzig braucht seine Universität, und die Universität braucht unsere Stadt."

Beate Schücking kam von der Universität Osnabrück an die Alma Mater Lipsensis, wo derzeit 28.600 junge Menschen an 14 Fakultäten und 150 Instituten studieren. Leipzig wird damit zur Stadt der weiblichen Rektoren. Neben Schücking wurden auch an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst und an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Frauen in die Chefsessel gewählt. Bei der HTWK steht indessen die Ernennung durch den Freistaat noch aus.

noe/dpa

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