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Bildung "Flirtomatik" und andere Workshops rund um die erste Liebe am Brockhaus-Gymnasium
Leipzig Bildung "Flirtomatik" und andere Workshops rund um die erste Liebe am Brockhaus-Gymnasium
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23:59 25.06.2014
Farbe auf die Lippen und Dekolleté: Manche Eltern halten das für frühreif - behandlungsbedürftig ist der zeitige Beginn der Pubertät nur in den seltensten Fällen. Foto: Mascha Brichta Quelle: dpa

Tipps an die Hand, wie sie besser mit der Pubertät, der ersten Liebe und Sexualität umgehen können. Das Gesundheitsamt und ein 17-köpfiger Personenkreis hat den zwölften Schülerfilmtag organisiert. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Liebe ist - nicht nur wie im Kino". Die Koordinatorin des Arbeitskreises Sexualpädagogik, Carmen Kaethner-Schulz, ist zufrieden mit dem ausgewählten Film: "Einen passenden Streifen für die heranwachsenden Schüler zu finden, ist immer eine Herausforderung." Um sie für die anschließenden Workshops zu begeistern, müsste der Film, wenn auch provokant, ihren Geschmack treffen. Dieses Mal sei die Wahl auf die französische Ursprungsversion von "Lol_Laughing out loud" gefallen. Darin versucht eine 16-Jährige, ihren eigenen Weg in der Pubertät zu finden, geebnet von Liebe, Parties und Drogen.

180 Schüler haben sich in jeweils zwei von 14 Workshops eingetragen. Schnell ausgebucht waren: "Flirtomatik - Sag es endlich! Aber wie?", "Alt genug für Sex. Zu jung für ein Kind?", "Liebe bekennt Farbe! - Translesbischwule Lebensweisen" und "Cyberflirt für coole Teens - Dr. Sommer war vorgestern". Die Organisatorin des Arbeitskreises ist positiv überrascht, dass das Interesse der Schüler für den Workshop über HIV und Aids schon seit Jahren nicht abebbt. Aufgrund sozialpädagogischer Berufe werden die Workshopleiter den Schülern modern und respektvoll gegenüber treten. Nur individuelle Botschaften sollen vermittelt werden, auf Stigmatisierungen und Verbote à la "Sex nur mit Kondom" wird bei den Vorträgen verzichtet.

"Die Pubertät ist ein bisschen wie eine Neugeburt. Das Haus der Kindheit ist zu eng geworden und das Haus der Erwachsenen noch vollkommen unbekannt," erklärt Kaethner-Schulz und fügt hinzu: "Wie ein Einsiedlerkrebs, der sich ein neues Schneckenhaus suchen muss." Ziel ist laut der Koordinatorin, eine offene Diskussion über Liebe und Sexualität zu führen und den Jugendlichen einen Platz für ihre Fragen einzuräumen. Sollte jemandem der Schwarm danach noch mal über den Weg laufen, so wären die Schüler gleich in der Lage, mit flotten Sprüchen loszulegen. Und mit selbstbewusster Körpersprache zu punkten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014

Steitz, Melanie

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