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Forscher der Uni Leipzig: Warum sich Fußballfans tätowieren lassen

Gemeinsam statt Einsam Forscher der Uni Leipzig: Warum sich Fußballfans tätowieren lassen

Rund ein Drittel aller jungen Erwachsenen ist tätowiert, vor allem um die eigene Individualität zu betonen. Fußballfans dagegen lassen sich vor allem deshalb Tinte unter die Haut stechen, um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu betonen. Das zeigt eine Studie der Uni Leipzig.

Fußball-Tatoos am Arm von Ex-Profispieler Markus Babbel (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Zugehörigkeit statt Individualismus: Fußballfans wollen mit Sport bezogenen Tätowierungen ihre Verbundenheit zu einem Verein und damit zu einer Gruppe ausdrücken. Darin unterscheiden sie sich von Trägern anderer Tattoos, denen es vor allem um Individualität gehe. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Universität Leipzig. Für seine Doktorarbeit hat der Leipziger Psychologe Dirk Hofmeister eine Online-Umfrage in 44 Fan-Foren und anschließend vertiefende Befragungen durchgeführt. Zentrale Fragen dabei waren, ob es Unterschiede zwischen den Trägern von Fußball-Tätowierungen und denen anderer Tattoos gibt, vor allem in Bezug auf die persönlichen Motive für den Körperschmuck und die Erfahrung von Stigmatisierungen.

„Tätowierungen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dennoch sind Tätowierte weiterhin Ausgrenzungen ausgesetzt“, umreißt der Forscher ein weiteres Ergebnis seiner Studie. Zwar trage inzwischen rund jeder dritte junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren diesen Körperschmuck. Zugleich habe jeder fünfte Tätowierte schon einmal negative Erfahrungen gemacht, von abwertenden Blicken bis zu körperlicher Gewalt. Unter den Trägern von Fußball-Tattoos sei es sogar jeder Dritte.

Insgesamt nahmen 1204 Personen an der Umfrage teil, ausgewertet wurden die Daten von 867 Befragten. Deren Durchschnittsalter lag bei 37 Jahren, 86,5 Prozent waren Männer. „Das ist mit dem geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Interesse an Fußball zu erklären“, so Hofmeister.

chg

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