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Bildung Genug Geld für Arbeitshefte: Leipzig reicht rund 3 Millionen Euro an Schulen für Lernmittel aus
Leipzig Bildung Genug Geld für Arbeitshefte: Leipzig reicht rund 3 Millionen Euro an Schulen für Lernmittel aus
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16:27 04.09.2014
Leipziger Schüler können sich in diesem Jahr über genügend Arbeitshefte und Bücher freuen. Quelle: Patrick Pleul
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Leipzig

Die Stadt Leipzig hat knapp drei Millionen Euro für die Absicherung der Lernmittelfreiheit ausgereicht. SPD, Grüne und Linke im Stadtrat hatten sich nach den teils chaotischen Zuständen im vergangenen Jahr gemeinsam für eine feste Schülerpauschale eingesetzt.

Für das Haushaltjahr 2014 wurden die Summen per Ratsbeschluss gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt: Mit 65 Euro pro Grundschüler sowie 75 Euro pro Oberschüler und Gymnasiast liegt die Finanzierung nun im Bereich der vom Stadtelternrat geforderten Summe. Der hatte im vergangenen Jahr 60 Euro pro Kind für Kopien, Arbeitshefte und Bücher als Minimum gefordert. 2013 hatte die Stadt durchschnittlich 30 Euro pro Kind eingeplant – und wegen der Haushaltssperre die Summe noch nachträglich gekürzt.

„In diesem Jahr haben die Schulen endlich wieder Planungssicherheit“, sagt Ute Köhler-Siegel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Stadtrat. Die Rückmeldungen von Lehrern verschiedener Schulformen seien positiv. Köhler-Siegel vermutet, dass manche Schulbuchverlage wohl sogar überrascht von der guten Nachfrage waren, denn zum Teil gebe es jetzt Lieferengpässe bei den Arbeitsheften.

Seit April 2012 sind die Kommunen als Schulträger verpflichtet, die Lernmittelfreiheit umzusetzen. Ausschlaggebend war ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Bautzen zur Auslegung des Sächsischen Schulgesetzes. Juristisch ungeklärt ist nach wie vor, ob die Kommunen auch für die Anschaffung von Taschenrechnern zahlen müssen.

Mit der neu zu bildenden Landesregierung sieht Köhler-Siegel außerdem neue Unsicherheiten auf Lehrer und Eltern zukommen. „Das Schulgesetz soll ja überarbeitet werden. Wir werden sehen, was dann noch Bestand hat.“

Evelyn ter Vehn

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