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Bildung Grippewelle in Leipzig: Uni-Mediziner gibt Tipps gegen eine Ansteckung
Leipzig Bildung Grippewelle in Leipzig: Uni-Mediziner gibt Tipps gegen eine Ansteckung
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17:46 04.02.2015
Die Grippe-Impfung bleibt der beste Schutz gegen die Influenzawelle. Quelle: dpa
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Leipzig

Uwe Gerd Liebert vom Leipziger Universitätsklinikum hat dennoch ein paar Ratschläge, was gegen eine Ansteckung hilft.

Menschen erkranken an der Grippe, obwohl sie geimpft sind. Grund sind wohl die A/H3N2-Viren, die in diesem Jahr besonders häufig vorkommen. „Es gibt Hinweise darauf, dass eine Komponente des Grippe-Impfstoffes nicht optimal zu diesen Viren passt“, erklärt Uwe Gerd Liebert, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Leipzig.

Macht eine Grippe-Impfung also überhaupt Sinn? Ja, meint Liebert. „Im Impfstoff gibt es vier verschiedene Komponenten. Es ist offenbar nur eine, die schlecht passt. Die drei anderen funktionieren aber sehr gut“, sagt der Fachmann. Besonders chronisch Kranke oder Menschen, die in medizinischen oder sozialen Berufen (Kindergärtner, Erzieher, Lehrer…), sollten sich impfen lassen, so Liebert.

Wer sich noch nicht geimpft sei, könne das immer noch nachholen. Es sei nie zu spät. „Man muss allerdings berücksichtigen, dass es etwas zehn Tage dauert, bis sich ein Impfschutz aufgebaut hat. Wenn man sich jetzt impfen lässt, ist man für die nächsten acht oder zehn Tage noch nicht wirklich geschützt“, sagt Liebert, der damit rechnet, dass die Grippewelle bis Mitte März anhält.

Eine Virusgrippe könne man schnell von einer Erkältung unterscheiden. „Wenn man nur erkältet ist, bekommt man in der Regel kein hohes Fieber.“ Wer unter der Influenza leidet, habe neben dem Fieber auch Kopfschmerzen, Husten und anderen Symptome wie Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen.

Um die Grippe auf Distanz zu halten, hat Uwe Gerd Liebert ein paar Tipps: „Man sollte sich lieber ein Mal mehr als ein Mal weniger die Hände waschen. In größeren Menschenansammlungen sollte man aufpassen, sich nicht anhusten und anniesen zu lassen. Und wer husten oder niesen muss, sollte es in die Ellbogen tun, damit die Krankheitserreger nicht an die Hand kommen und von dort aus auf Gegenstände gelangen, die dann wiederum andere Menschen anfassen.“ Laut Liebert sei generell eine gesunde Lebensführung wichtig. Man sollte sich bewegen und Sport treiben, auch wenn es draußen kalt ist.

Adeline Bruzat

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